Ferdinand Piëch

** ARCHIV ** Ferdinand Piech, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG, aufgenommen im Rahmen der Jahreshauptversammlung von VW am 19. April 2007 in Hamburg. Zweieinhalb Jahre nach Bekanntwerden der VW-Affaere muss sich der VW-Aufsichtsratsvorsitzende und Ex-VW-Chef Ferdinand Piech erstmals vor Gericht zu den Zuwendungen an Betriebsraete aeussern. Piech ist fuer Mittwoch, 9. Januar 2008, als Zeuge vor das Landgericht Braunschweig geladen, vor dem sich der ehemalige VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer und Ex-Betriebsratschef Klaus Volker wegen Untreue verantworten muessen. (AP Photo/Kai-Uwe Knoth) -- ** FILE ** Ferdinand Piech, chairman of the supervisory board of German car manufacturer Volkswagen AG, during the annual meeting of VW on Thusrday, April 19, 2007 in Hamburg, northern Germany. (AP Photo/Kai-Uwe Knoth) Quelle: ap

Ferdinand Piëch war Vorstandsvorsitzender sowie Aufsichtsratschef der Volkswagen AG. Zusätzlich ist der Manager einer der Großaktionäre der Porsche Automobil Holding SE. Piëch geht als Patriarch in die deutsche Automobilgeschichte ein. Er hat sich als exzellenter Ingenieur mit akribischer Detailliebe einen Namen gemacht. In der Presse erregte er durch diverse Machtkämpfe Aufsehen. Im Jahr 2009 gewann er den vielleicht wichtigsten Machtkampf seiner Karriere gegen Wendelin Wiedeking im Übernahmekonflikt zwischen Porsche und Volkswagen. Diesen entschied Volkswagen für sich und integrierte Porsche als Tochter in sein Markenportfolio. Wiedeking trat als Vorstandschef von Porsche zurück.

Ferdinand Piëch wurde am 17. April 1937 in Wien geboren. Seine Mutter Louise war die Tochter von Ferdinand Porsche. Sein Vater Anton war Anwalt. Nach seinem Schulabschluss studierte er bis 1962 Maschinenbau an der ETH Zürich. Von 1963 bis 1972 war Ferdinand Piëch in verschiedenen Positionen, unter anderem als Entwicklungschef, bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG tätig. Danach wechselte er zu Audi, wo er zuerst Hauptabteilungsleiter für Sonderaufgaben in der technischen Entwicklung war. Im Jahr 1975 wurde Piëch in den Vorstand von Audi berufen. 1981 wurde er in den Aufsichtsrat von Porsche berufen. Von 1983 bis 1988 übernahm Ferdinand Piëch den Posten des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden von Audi bis er zum Vorstandschef befördert wurde. Diese Position behielt er bis 1992.

Am 1. Januar 1993 stieg Ferdinand Piëch als Vorsitzender in den Vorstand der Volkswagen AG ein. Er hielt dieses Amt bis zum Jahr 2002 inne. In dieser Zeit fielen diverse Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen an, um den Volkswagen-Konzern wieder in die Gewinnzone zu bringen. Außerdem wurden die Marken Bentley, Bugatti und Lamborghini übernommen. Auch der Nutzfahrzeugbereich wurde mit der Akquisition von Scania und Man gestärkt. Im Jahr 2002 übergab Ferdinand Piëch seinen Posten an Bernd Pischetsrieder und rückte in den Aufsichtsrat der Volkswagen AG als Vorsitzender. Nach der öffentlichen Kritik an Martin Winterkorn, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen und einer Auseinandersetzung mit den restlichen Aufsichtsräten, zog sich Ferdinand Piëch am 25. April 2015 von seinem Amt als Aufsichtsratschef zurück.

Ferdinand Piëch ist mit Ursula Piëch verheiratet. Er hat zwölf Kinder mit verschiedenen Frauen.

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