Hochtief

huGO-BildID: 31843237 Bauarbeiter arbeiten am 03.07.2013 auf dem Dach der Baustelle der Elbphilharmonie in Hamburg. Mit der Neuordnung des Bauvorhabens Elbphilharmonie hat Hochtief sowohl die Verantwortung für die Planung, als auch für die Bauausführung übernommen. Foto: Malte Christians/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Die Hochtief Aktiengesellschaft ist ein internationaler Baukonzern mit über 80.000 Mitarbeitern. Der Sitz des Unternehmens ist in Essen. Der börsennotierte Konzern gehört mehrheitlich der spanischen Grupo ACS. Die Hochtief AG besteht aus drei Divisionen, welche sich unter der Managementholding anordnen. Die drei Divisionen sind Hochtief Americas, Hochtief Asia Pacific und Hochtief Europe. Der Hauptfokus des Unternehmens liegt auf Infrastrukturprojekten vor allem in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Energieinfrastruktur sowie urbane und soziale Infrastruktur. Zu Hochtief gehört unter anderem die in Nordamerika agierende Tochter Flatiron Construction, die ebenfalls im Baugeschäft tätig ist. In Australien hält Hochtief eine Mehrheitsbeteiligung an dem Baukonzern Cimic Group, die ehemalige Leighton Holdings.

Die Gründung von Hochtief geht auf die Gebrüder Philipp und Balthasar Helfmann zurück. Diese gründeten 1873 in Frankfurt am Main das Unternehmen „Gebrüder Helfmann“. Nach ersten Erfolgen wurde das Unternehmen 1896 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmierte ab dem Zeitpunkt als Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbauten. Im Jahr 1922 folgte die Verlegung der Firmenzentrale nach Essen. In den Zeiten des Nationalsozialismus profitierte Hochtief stark von der gestiegenen Baunachfrage. Hochtief war unter anderem an dem Ausbau der Reichsautobahnen sowie am Bau des Führerbunkers beteiligt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Hochtief zunächst geschwächt, konnte aber durch die stark gestiegene Baunachfrage in den Zeiten der Wirtschaftswunderjahre stark profitieren. In den Fünfziger Jahren folgten wieder erste Auslandsprojekte. Ab den Sechziger Jahren bot Hochtief neben dem klassischen Baugeschäft auch Dienstleistungen rund um dieses an. Der Konzern konnte in den Sechziger, Siebziger und Achtziger Jahren viele Großprojekte gewinnen und war zum Beispiel am Bau des ersten kommerziellen Kernkraftwerks in Deutschland beteiligt. Auch im Ausland war Hochtief in dieser Zeit erfolgreich. In den Neunziger Jahren profitierte das Unternehmen stark von dem Bauboom, welcher durch die Wiedervereinigung ausgelöst wurde. Des Weiteren wurde der Konzern umgebaut und weitere Unternehmen, vor allem auf den Auslandsmärkten, zugekauft. Nach der Jahrtausendwende folgten zwei wichtige Akquisitionen. Mit der Turner Corporation (USA) und Leighton Holdings (Australien) wurden wichtige Anbieter auf deren Heimatmärkten übernommen. Im Jahr 2004 verkaufte der Mehrheitsaktionär RWE seine Anteile, welche zum größten Teil in Streubesitz übergingen. 2006 übernahm die Custodia Holding AG von August von Finck 25,01 Prozent der Hochtief-Anteile. Diese verkaufte er 2007 an die Grupo ACS. Nach mehreren Aktienkäufen verfügte die Grupo ACS 2011 über 50 Prozent der Anteile und war damit mehrheitlicher Eigentümer. Im Jahr 2013 folgte eine Neuausrichtung des Konzerns mit dem Fokus auf Infrastrukturprojekte.

Die Entwicklung der Hochtief Aktie können Sie in unserem Börsenkurs-Bereich beobachten.

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