Joachim Gauck

huGO-BildID: 49940450 Bundespräsident Joachim Gauck spricht am 07.10.2015 im State Department in Washington (USA) während einer Veranstaltung des US-Außenministeriums vor einer Tafel mit der Aufschrift "Wir sind das Volk". Rechts verfolgt US-Außenminister John Kerry die Rede. Das Staatsoberhaupt hält sich zu einem dreitägigen Besuch in den Vereinigten Staaten von Nordamerika auf. Foto: Wolfgang Kumm/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Joachim Gauck ist der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er ist der erste Parteilose in diesem Amt. Joachim Gauck wurde am 24. Januar 1940 in Rostock geboren. Nachdem sein Vater 1946 aus britischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war und für eine Werft arbeitete, verschleppte ihn die Volkspolizei der DDR 1951. Erst 1953 erfuhr die Familie Gauck, dass er sich in einem sibirischen Arbeitslager befand. Im Oktober 1955 wurde Joachim Gaucks Vater aus dem Arbeitslager entlassen und konnte zu seiner Familie zurückkehren. Dieses Erlebnis ist ein Grund für Joachim Gaucks Antikommunismus.
Im Jahr 1958 machte Joachim Gauck sein Abitur und begann ein Theologiestudium in Rostock. Im selben Jahr heiratete er auch seine Frau Gerhild „Hansi“ Radtke, von der er seit 1991 getrennt lebt. Sein Studium beendete Joachim Gauck 1965. Ab 1967 arbeitete er als Pastor. In den Jahren von 1982 bis 1990 war Joachim Gauck Leiter der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg.
Im März 1990 wurde er für das Bündnis 90 in die Volkskammer der DDR gewählt. In der letzten Sitzung der Volkskammer im September 1990 wurde Joachim Gauck zum „Sonderbeauftragten für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR“. Joachim Gauck baute die Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik zusammen mit Hansjörg Geiger, späterer Verfassungsschutz- und Bundesnachrichtendienstpräsident, auf. Aufgrund ihres langen Namens wurde die Institution im allgemeinen Sprachgebrauch auch „Gauck-Behörde“ genannt. Nach den gesetzlich vorgesehenen zwei Amtszeiten verließ Joachim Gauck diese am 10. Oktober 2000.
In den folgenden Jahren war Joachim Gauck vor allem journalistisch tätig. Außerdem lernte er 2000 seine Lebensgefährtin Daniela Schadt kennen. 2010 wurde Joachim Gauck als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten aufgestellt. Er verlor aber nach drei Wahlgängen gegen Christian Wulff, den Kandidaten der CDU/CSU und FDP. Nachdem dieser am 17. Februar 2012 aufgrund der sogenannten Wulff-Affäre zurücktrat, wurde Joachim Gauck wieder als Kandidat ernannt. Durch die Unterstützung von Union, FDP, SPD und den Grünen gewann er die Wahl und wurde am 18. März 2012 mit 991 von 1228 gültigen Stimmen Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%