Jürgen Gerdes

Jürgen Gerdes, Vorstandsmitglied (Brief) der Deutschen Post, spricht am Donnerstag (23.07.2009) in der Konzernzentrale in Bonn bei einer Pressekonferenz. Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal vor allem wegen der globalen Konjunkturflaute einen Umsatz- und Gewinneinbruch verzeichnet. Die Rückgänge stammen auch aus dem weiter schrumpfenden Briefgeschäft. Der Konzernumsatz sank um 17,7 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Foto: Rolf Vennenbernd dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Jürgen Gerdes wurde 2007 in den Vorstand der Deutschen Post AG berufen. Sein Mandat umfasst die Bereiche „Post“, „eCommerce“ und „Parcel“. Gerdes arbeitete bereits während seines Studiums und vor der Privatisierung für die Deutsche Post und hat das Unternehmen während seiner gesamten Karriere nie gewechselt.

Jürgen Gerdes wurde 1964 geboren. Im Jahr 1987 schloss er sein erstes Studium als Diplom-Verwaltungswirt ab. Gleichzeitig arbeitete Gerdes seit 1984 bei der Deutschen Post. 1994 schloss er dann ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Münster als Diplom-Kaufmann ab.

Jürgen Gerdes arbeitete nach seinem Studium zunächst als Produktmanager bei der Deutschen Post und hatte danach verschiedene Managementfunktionen inne. 1999 wurde er zum Bereichsvorstand BRIEF Deutschland ernannt. Im Jahr 2007 wurde Jürgen Gerdes in den Vorstand der Deutschen Post AG für die Bereiche „Post“, „eCommerce“ und „Parcel“ berufen. Durch die Liberalisierung des Briefverkehrs in Deutschland und dem Rückgang des Briefversands stand er direkt vor großen Herausforderungen. Die Bundesregierung hob 2007 das Monopol der Deutschen Post für den Briefversand auf, sodass sich diverse Kleinstfirmen in den Markt bewegten.

Gerdes wurden bereits Wettbewerbsverstöße und Marktabschottung vorgeworfen. Ihm wurden unter anderem illegale Geschäfte mit Bertelsmann zur Last gelegt. Die Vorwürfe tat der Manager als Vertriebskooperationen ab.

Gerdes gründete 2015 die Tochter DHL-Delivery. In dieser werden Mitarbeiter nicht nach dem Tarifvertrag der Deutschen Post bezahlt, sondern nach dem niedrigeren Tariflohn der Speditions- und Logistikbranche. Verdi mobilisierte aus diesem Grund die Mitarbeiter der Deutschen Post zu umfangreichen Streiks.

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