Kuba

Quelle: dpa

Kuba ist ein Inselstaat in Nordamerika. Das Land liegt in der Karibik und grenzt nördlich an den Golf von Mexiko und im Süden an das Karibische Meer. Die Hauptstadt von Kuba ist Havanna. Die Amtssprache ist Spanisch. Das Regierungssystem ist ein sozialistisches, autoritäres Einparteiensystem. Kuba war früher eine spanische Kolonie und ist seit dem 10.12.1898 unabhängig. Der Inselstaat hat zwei Währungen, den Kubanischen Peso (CUP) und den Konvertiblen Peso (CUC). Der Konvertible Peso ist grundsätzlich wertgleich mit dem US-Dollar (1 CUC = 1 USD). Er wurde 2004 eingeführt, um den US-Dollar als Währung in Kuba zu ersetzen.

Kuba ist ein autoritärer, bürokratischer Staat. Die Regierungsform wird nach den Kriterien einer Diktatur des Proletariats geführt. Die Kommunistische Partei Kubas (PCC) ist die einzige legale Partei im Land. Die Gewaltenteilung in Legislative, Judikative und Exekutive funktioniert nicht unabhängig voneinander. Bis 1992 war Kuba ein atheistischer Staat, wurde dann aber säkular. Staat und Kirche sind getrennt. Aber Gläubige dürfen nun Mitglied der Kommunistischen Partei werden. Die verbreitetsten Religionen in Kuba sind der Katholizismus und die Santería, eine Mischreligion aus Animismus, westafrikanischem Yoruba und dem katholischen Glauben.

Kuba ist eine sozialistische Volkswirtschaft. Seit 1991 befindet sich das Land in einer ökonomischen Krise, die vor allem aus dem Wegfall der Sowjetunion resultiert. Die Wirtschaft in Kuba wird als Planwirtschaft mit einigen marktwirtschaftlichen Reformen geführt. Die kubanische Regierung ist grundsätzlich bei internationalen Kooperationen beteiligt. Bei Joint-Ventures zwischen kubanischen und internationalen Unternehmen beansprucht die Regierung grundsätzlich mindestens 51 Prozent der Anteile. Der Staat legt die Preise der meisten Waren fest. Diese werden durch ein subventioniertes Rationierungssystem im Land verteilt. Außerdem schränkt die Regierung Kapitalinvestitionen ein, die grundsätzlich nur durch die Zustimmung der Partei getätigt werden dürfen.

Kuba ist weltbekannt für seinen früheren Staatspräsidenten Fidel Castro und für US-Oldtimer der 50er Jahre. Als Fidel Castro seine Ämter niederlegte, war er der am längsten herrschende nicht monarchische Herrscher des 20. und 21. Jahrhunderts. Sein Nachfolger wurde sein Bruder Raúl Castro.

Seit der Revolution 1959 durften Kubaner privat keine eigenen Fahrzeuge anschaffen. Erst seit 2011 dürfen Kubaner Gebraucht- und seit 2014 Neuwagen kaufen. Allerdings hat die Regierung das Importmonopol und bietet Autos zu deutlich höheren Preisen an. Aus diesem Grund haben die meisten Autobesitzer in Kuba US-Oldtimer aus den 50er Jahren. Was für Touristen oft ein nettes Fotomotiv ist, ist für die Bevölkerung Kubas ein echtes Transportproblem.

Sport wird in Kuba stark gefördert. Die populärsten Sportarten sind Baseball und Boxen. Bei den Olympischen Spielen ist Kuba vor allem im Baseball, Judo (Damen), Ringen, Boxen und Leichtathletik erfolgreich.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%