Märklin

Quelle: dpa

Die Gebrüder Märklin & Cie. GmbH ist ein deutscher Spielzeughersteller mit Sitz im schwäbischen Göppingen. Das Unternehmen ist vor allem für seine Modelleisenbahnen bekannt und ist in diesem Segment europäischer Marktführer.

Das Unternehmen wurde 1859 von Theodor Friedrich Wilhelm Märklin gegründet und produzierte zuerst Puppenküchen für Kinder. In den folgenden Jahren wurde die Produktpalette um weitere Spielzeuge, wie Modelle von Karussells und Schiffen, erweitertet. 1888 übernahmen die Söhne Eugen und Karl Märklin das Unternehmen als Gebrüder Märklin. Sie trieben die Expansion des Unternehmens weiter voran und kauften 1891 den Blechspielzeughersteller Ludwig Lutz. Im selben Jahr stellte das Unternehmen auf der Leipziger Frühjahrsmesse ihre erste Modelleisenbahn vor. Die Modelleisenbahnen entwickelten sich in den folgenden Jahren zu Märklins Hauptprodukt. Das Unternehmen brachte zahlreiche technische Neuerungen in diesem Bereich hervor, welche sich als Standards durchsetzten. Nach einer erfolgreichen zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, geriet das Unternehmen nach der Jahrtausendwende in eine Krise. Dies führte dazu, dass die Gebrüder Märklin GmbH am 11. Mai 2006 an die Finanzgruppe Kingsbridge Capital verkauft wurde. Auch nach der Übernahme liefen die Geschäfte schleppend weiter. Am 4. Februar 2009 musste Märklin Insolvenz anmelden. Die Geschäfte wurden weitergeführt und die Gläubiger stimmten im Dezember 2010 dem Insolvenzplan zu. Das Unternehmen bestand somit fort. Es mussten aber circa 400 Arbeitsplätze abgebaut werden. Im März 2013 wurde Märklin von der Sieber & Sohn GmbH & Co. KG übernommen.