RWE

Quelle: dpa

Die RWE AG (bis 1990 Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG) ist einer der größten deutschen Energieversorgungskonzerne. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Essen.

RWE wurde am 25. April 1898 in Essen als Stadtwerk gegründet. Das Unternehmen expandierte damals rasch und zählte bis 1914 zu den größten Stromversorgern des Kaiserreichs. In den Zwanziger Jahren wuchs RWE durch Übernahmen und den Bau von Großkraftwerken weiter. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erhöhte sich der Strombedarf durch die militärische Aufrüstung. Des Weiteren versuchte RWE sich von der Energiegewinnung durch Braunkohle zu lösen und setzte auf Wasserkraftwerke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1948 die Stromrationierung der Alliierten wieder aufgehoben. RWE wuchs danach zum größten Energieversorgungsunternehmen der Bundesrepublik Deutschland.

Der Mix der Energiegewinnung aus Braunkohle und Wasserkraft blieb bis Ender der Sechziger Jahre erhalten. Ab 1969 setzte RWE verstärkt auf Kernkraft. Das erste Kernkraftwerk des Unternehmens, Biblis, nahm 1974 seinen Betrieb auf. Der Konzern übernahm in den Siebziger und Achtziger Jahren außerdem weitere Unternehmen und vergrößerte damit seine Unternehmensbereiche. Anfang der Neunziger Jahre teilte sich RWE in die fünf folgenden Unternehmensbereiche Energie, Bergbau und Rohstoffe, Mineralöl und Chemie, Entsorgung sowie Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau auf. Nach der Wende übernahm der Konzern in einem Konsortium den größten Teil der ostdeutschen Energieversorgung.

Nach der Jahrtausendwende folgten weitere Übernahmen und Fusionen wie zum Beispiel mit dem Unternehmen Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen (VEW). Um sich mehr auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren verkaufte RWE außerdem Thames Water und American Water. Des Weiteren wurde der Unternehmensbereich Entsorgung veräußert.

Seit der Energiewende durch den Atomausstieg nach dem Fukushima-Unglück 2011 kämpft RWE mit den finanziellen Folgen.

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