Sal. Oppenheim

huGO-BildID: 50359182 ARCHIV - Der Eingang des Bankhauses Sal. Oppenheim in Köln (Nordrhein-Westfalen), fotografiert am 26.02.2013. Das Untreue-Strafverfahren gegen die frühere Führung des Bankhauses wird am Mittwoch in Köln fortgesetzt. Foto: Oliver Berg/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: picture alliance/dpa

Die Sal. Oppenheim jr. & Cie. AG & Co. KGaA ist ein deutsches Finanzinstitut. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bank sitzt in Köln. Die Hauptgeschäftsbereiche von Sal. Oppenheim sind die private Vermögensverwaltung sowie die institutionelle Vermögensverwaltung.

Die Bank wurde 1789 von Salomon Oppenheim junior in Bonn gegründet. 1798 zog die Bank nach Köln um. Sal. Oppenheim wuchs in den folgenden Jahren kontinuierlich und war bereits 1810 das zweitgrößte Bankhaus Kölns. Es war an der Gründung der Rheinischen Eisenbahn (1837) sowie der Colonia Kölnische Feuerversicherung (1839) beteiligt. In den folgenden Jahren war Sal. Oppenheim außerdem an der Gründung der Crédit Mobilier in Paris sowie der „Banque Internationale à Luxembourg“ (BIL) beteiligt. 1880 mitbegründete Sal. Oppenheim die Kölnische Unfall-Versicherungs-AG, welche 1919 mit der Colonia fusionierte. Im Jahr 1904 kam es zu der ersten Krise der Bank, welche durch Fehlinvestitionen in der Elektroindustrie entstand. Infolgedessen wurde Sal. Oppenheim in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt. Außerdem beteiligte sich die Disconto-Gesellschaft an dem Bankhaus. Im Zuge der politischen Instabilität und der hohen Inflation bildete Sal. Oppenheim 1922 mit dem Kölner Bankhaus A. Levy eine Interessensgemeinschaft. 1936 übernahm Sal. Oppenheim A. Levy, nachdem es sich bei Währungsgeschäften verspekuliert hatte. Auf politischen Druck seitens der Nationalsozialisten war das Finanzinstitut im Jahr 1938 gezwungen, seinen Namen zu ändern. Sal. Oppenheim wurde daraufhin in „Bankhaus Pferdmenges & Co.“ umbenannt. Robert Pferdmenges war zu dieser Zeit Gesellschafter der Bank.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bank wieder in „Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie.“ umbenannt. Im Jahr 1947 folgte die Mitbegründung der Auto Union (heute Audi AG). In den folgenden Jahren hielt Sal. Oppenheim seine Industriefinanzierungen und Beteiligungspolitik bei. Außerdem wurde das Bankhaus Heinrich Kirchholtes & Co. (1968) übernommen sowie weitere Tochtergesellschaften gegründet. Im Jahr 1970 wurden zahlreiche Versicherungen zur Colonia Versicherung AG verschmolzen. Sal. Oppenheim war zu dieser Zeit Hauptaktionär der zweitgrößten Versicherung Deutschlands. 1989 verkaufte die Bank ihre Anteile wieder. Anfang der Neunziger Jahre fokussierte sich Sal. Oppenheim verstärkt auf das Private Banking. Zu diesem Zeitpunkt begann auch die Zusammenarbeit mit Josef Esch. Nach der Jahrtausendwende folgten weitere Übernahmen. 2005 übernahm Sal. Oppenheim die BHF-Bank AG und stieg damit zur größten unabhängigen Privatbank in Europa auf. 2007 verlegte Sal. Oppenheim seinen Sitz nach Luxemburg. Durch die Oppenheim-Esch-Krise, welche der Privatbank hohe Verluste einbrachte, konnte die Insolvenz des Bankhauses nur durch den Verkauf an die Deutsche Bank verhindert werden. Im Jahr 2010 wurde Sal. Oppenheim eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank.

 

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%