Siemens

Bei Siemens wird im Gasturbinenwerk Berlin die Gasturbine SGT5-8000H für das neue Kraftwerk in Düsseldorf gebaut. Das Kraftwerk soll im Jahr 2016 in Betrieb gehen. Quelle: dpa

Die Siemens AG ist ein deutscher integrierter Technologiekonzern mit Doppelsitz in Berlin und München. Das Unternehmen ist in den vier Geschäftsfeldern Energie, Medizintechnik, Industrie sowie Infrastruktur und Städte tätig. Siemens ist mit über 100 Standorten in Deutschland vertreten sowie in über 180 Ländern aktiv.

Der heutige Siemens Konzern geht auf Werner Siemens (ab 1888 Werner von Siemens) und Johann Georg Halske zurück. Diese gründeten 1847 die Telegraphen Bau-Anstalt von Siemens & Halske in Berlin. Das Unternehmen entwickelte sich innerhalb von Jahrzenten zu einem international tätigen Unternehmen mit Niederlassungen im Ausland. Im Jahr 1890 zog sich Werner von Siemens aus dem operativen Geschäft zurück. In den folgenden Jahren trafen seine Nachfolger richtungsweisende Entscheidungen wie zum Beispiel die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (1897). Außerdem wurden weitere Unternehmen akquiriert um alle Gebiete der Elektrotechnik abzudecken.

Nach dem Ersten Weltkrieg schaffte es Siemens, unter der Führung von Carl Friedrich von Siemens, wieder schnell einer der weltweit führenden Elektrokonzerne zu werden, obwohl der Konzern durch den Krieg circa 40 Prozent der Unternehmenssubstanz verloren hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich Siemens zuerst auf den Wiederaufbau. Zusätzlich zu den traditionellen Kernkompetenzen in der Elektrotechnik engagierte sich Siemens nun auch in wachstumsstarken Geschäftsfeldern wie die Halbleiter- und Datentechniken. Nach der erfolgreichen Wiederbelebung des Auslandsgeschäfts wurde in folgenden Jahren weitere Unternehmen übernommen und die Wachstumssegmente gestärkt. Meilensteine in den Jahren zwischen 1970 und 2000 waren zum Beispiel die vollständige Übernahme der Anteile an Osram, die Beteiligung am ICE-Projekt und die Übernahme der Nixdorf Computer AG im Jahr 1990. Ab dem Jahr 2000 folgten weitere Umstrukturierungen. Zwischen den Jahren 2006 und 2008 stand Siemens im Mittelpunkt einer der größten Korruptions-/Schmiergeldskandale der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Als Konsequenz aus der Affäre verließen der Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld und der Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich von Pierer das Unternehmen.

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