Die Werbebranche trifft sich in Cannes: In 17 Kategorien gibt es „Löwen“ zu gewinnen. Der Hamburger Kreativ-Chef der Agentur Kolle Rebbe berichtet im Bilder-Tagebuch, wie er half, eine Organspende-Aktion zu küren. Von Rolf Leger.Mehr…
Mein Name ist Rolf Leger, ich bin Kreativ-Chef bei einem Zweig der Hamburger Werbeagentur Kolle Rebbe. Dieses Jahr bin ich als Juror zum 60. Cannes Festival in der Kategorie „Promo & Activation“ gereist, um einige der begehrten „Löwen“ zu verleihen.
Von den 200.000 Besuchern des Filmfests in Cannes sind die „Cannes Lions“ weit entfernt. Dennoch bestimmt das Festival hier eine Woche lang das Leben. 12.000 Werber aus der ganzen Welt kommen zusammen. Der erste Tag begann mit strahlend blauem Himmel. Von dem sollte ich in den folgenden Tagen nicht mehr viel zu sehen bekommen.
Bild: PR
Das Licht der Côte d’Azur inspirierte einst Renoir, Matisse und Picasso. Von Matisse soll der Ausruf stammen „Als mir bewusst wurde, dass ich jeden Morgen dieses Licht wieder sehen werde, konnte ich mein Glück kaum fassen.“ Für die Cannes-Juroren ist das eher umgekehrt.
Bild: PR
Wenn dem Cannes-Juror bewusst wird, dass er das kristalline Licht der Côte d’Azur im Gegensatz zu Henri Matisse jeden Morgen nur erahnt, steckt er schon bis über beide Ohren in der Arbeit. In meiner Jury mussten knapp 3.000 Einsendungen bewertet werden. Dafür waren drei Tage Zeit. Pausen sind rar gesät und die Sonne muss draußen bleiben.
Bild: PR
31 Juroren diskutierten in der „Promotion & Activation“ Jury über die eingereichten Arbeiten. Im ersten Schritt geht es darum, die etwa 300 Arbeiten zu bestimmen, die auf die Shortlist kommen. Wer das geschafft hat, kann sich Hoffnung auf einen Cannes-Löwen machen.
Bild: PR
Zu Beginn der Sitzung legt Jury-Präsident Rob Schwartz die Kriterien für Shortlist, Bronze-, Silber- und Goldnominierung fest. Wären die Cannes Lions ein Nachtclub, könnte man von einer extrem „harten Tür“ sprechen: Die Jury ist der Türsteher und lässt weniger als 10% derer rein, die gerne rein wollen.
Bild: PR
Jury-Pause, nachts auf dem Dach des „Palais du Festival“. Nach stundenlangen Diskussionen ist es eine willkommene Abwechslung, mal für ein paar Minuten nichts zu sagen. Die Kulisse von Cannes bietet dazu den richtigen Rahmen. Einfach schweigen und gucken.
Bild: PR
Die härteste Arbeit beginnt für die Jury, wenn die Shortlist fertig ist. Zwei Tage lang wird intensiv diskutiert, welche Arbeiten am Ende einen Löwen bekommen sollten. Dieses Jahr dauerten diese beiden Tage jeweils von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts.
Bild: PR
Jeder entwickelt seine eigene Strategie, um mit den Mammut-Sitzungen klar zu kommen. Die einen holen sich ein paar Minuten Schlaf, die anderen ein kühles Bier.
Bild: PR
Die Jury arbeitet, der Rest lässt es sich gutgehen. Vor allem Filmproduktionen laden während der Cannes Lions traditionell zu unzähligen Events ein und verwandeln die Croisette für eine Woche in eine Partymeile. Dabei geht es um Geschäftskontakte, ums Gesehenwerden – und irgendwie ist auch immer eisgekühlter Rosé im Spiel.
Bild: PR
Jedes große Event hat natürlich eine Pressekonferenz. Auch meinem Jurykollegen John Mescall (McCann Australia, links) sieht man die Strapazen des Sitzungsmarathons noch ein wenig an. Dennoch ist die Stimmung gelöst. Jury Präsident Rob Schwartz' Botschaft an die versammelte Fachpresse: „Wir haben uns bemüht, den vielen Arbeiten Herr zu werden und nur die besten Beispiele rauszufiltern. Die Arbeiten, die ein Zeichen setzen, zeitgemäß und gleichzeitig zeitlos sind.“
Einmal im Jahr zeichnet die Unternehmensberatung Skytrax die Airlines aus, die bei den Kunden am besten abschneiden. Auch im diesjährigen Ranking dominieren asiatischen Airlines. Der Gewinner kommt aber vom Golf. Mehr…
Beim Handelsblatt Deutschland Dinner begeisterte GE-Chef Jeffrey Immelt die Gäste mit Charme und Charisma. Nur auf eine Frage wollte der Ehrengast keine Antwort geben. Die Bilder des Abends. Von Jessica Schwarzer.Mehr…
Jeffrey Immelt auf Blitzbesuch in Berlin. Beim Handelsblatt Deutschland Dinner kritisiert der General-Electric-Chef vor 500 Lesern, darunter auch Wirtschaftsminister Rösler, die Energiewende. Diese vernichte Jobs. Von Dana Heide.Mehr…
Der für Juli geplante Börsengang des Wissenschaftsverlags Springer Science ist geplatzt: Das Unternehmen wird an den Finanzinvestor BC Partners verkauft. Beim Preis von 3,3 Milliarden Euro muss es aber nicht bleiben. Mehr…
Sie sind Leuchttürme der deutschen Markenkultur: die Königsklasse deutscher Produkte und Dienstleistungen und ihre Geschichte in Wort und Bild - von Abtei bis Zewa.
Der Handelsblatt-Partner Deutsche Unternehmerbörse ist das reichweitenstärkste Fach- und Anzeigenportal für Unternehmensverkauf und Unternehmensnachfolge in Deutschland. Wöchentlich werden gemeinsam mit dem Handelsblatt bis zu 1,2 Millionen potenzielle Verkäufer und Käufer von Unternehmen erreicht – provisionsfrei, unabhängig und neutral.
Eine Änderung des Unternehmensnamens ist manchmal unausweichlich: Übernahmen, Fusionen, Neuausrichtungen oder auch der Verlust der Markenrechte sind klassische Anlässe. Manches Kunstwort fällt aber durch. Eine Übersicht. Mehr…
Konzerne aus Europa erwirtschaften Milliarden. Die höchsten Umsätze erzielen vor allem Rohstoffkonzerne sowie Öl- und Energiegiganten. Doch auch ein deutscher Autobauer schafft es unter die Top drei. Mehr…
Werbegeschenke liegen voll im Trend: Mehr als 70 Prozent aller Unternehmen beschenken ihre Kunden. Dabei fallen ihnen immer kuriosere Ideen ein: vom Sarg über den Schrumpfkopf bis hin zu toten Tieren. Mehr…
Deutschlands Supermärkte und Discounter im Fokus der Nachhaltigkeit: Die Initiative „Rank a Brand“ untersucht, wie verantwortungsbewusst und transparent der Lebensmittelhandel ist. Die Ergebnisse sind ernüchternd. Mehr…
Es ist 6,7 Meter lang und es passen zwei Personen hinein. Der kleine E-Flieger hat seinen ersten Jungfernflug zwar noch vor sich, allerdings könnte diese Art der Flugzeuge bald das Modell der Zukunft sein. Mehr…
Zu hohe Kreditraten und schlechte Ratschläge: Stiftung Warentest hat die Beratungen von 21 Banken zur Hausfinanzierung geprüft und gravierende Mängel festgestellt. Nur zwei Banken haben die Bewertung "gut" erhalten. Mehr…
Als Sponsor und Ausrüster der Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr, will Adidas eine ganz besondere Marke knacken: Das Unternehmen möchte mit seinen Fußballprodukten rund zwei Milliarden Euro einnehmen. Mehr…
An den Börsen warten die Menschen gespannt auf Nachrichten von der Federal Reserve, die heute zur Sitzung zusammentrifft. Welche Geldpolitik wird die Fed weiter verfolgen? Mehr…
Die USA fördern so viel Gas und Öl wie lange nicht mehr – Fracking sei dank. Der Energieboom hat weitreichende Folgen. Nicht nur für die USA, sondern auch für Europa, wie eine aktuelle Studie zeigt. Von Sebastian Ertinger.Mehr…
Um eine gemeinsame europäische Einlagenversicherung werden die deutschen Privatbanken nicht herumkommen, so BdB-Präsident Jürgen Fitschen. Bis dahin wird es aber noch dauern, denn es gibt Bedenken im Verein. Mehr…
Das Hochwasser belastet Hannover Rück mit 100 bis 200 Millionen Euro. Bereits im Mai musste der drittgrößte Rückversicherer für Tornado-Schäden in den USA aufkommen. Aber Hannover Rück hält an der Gewinnprognose fest. Mehr…
Michael O’Leary bestellt 175 Flugzeuge von Boeing. Damit will der Billigflieger weiter wachsen. Auch in Deutschland, wo Lufthansa die Tochter Germanwings ausbaut. Grund genug für eine Verbalattacke des Ryanair-Chefs. Von Tobias Döring.Mehr…
Die „Financial Times“ berichtet, dass der Telekom- und Handyhersteller Huawei offen für eine Übernahme von Nokia sei. Nun meldet sich das chinesische Unternehmen selbst zu Wort und dementierte alles. Mehr…
Der deutsche Mittelstand atmet durch. Nach dem kräftigen Wachstumsschub im vergangenen Monat ließ im Mai die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung mittelständischen Unternehmen in Deutschland nach. Mehr…
Nur 2,1 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sprechen ein verhandlungssicheres Englisch, ergab eine neue Studie. Aus Scham schicken viele ihre Kollegen vor und kommen so noch weiter aus der Übung. Von Tina Groll.Mehr…
Mehr Millionäre und mehr Vermögen: An den Börsen geht es aufwärts. Das mehrt den Reichtum der Reichen. Die Delle aus dem Jahr 2011 haben sie mehr als wett gemacht. Dennoch bleiben viele von ihnen vorsichtig. Mehr…