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20.10.2006 

Am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag (Versöhnungstag/Fastentag) benutzt in jüdischen Wohnorten so gut wie niemand ein Auto. Selbst völlig laizistische Juden essen und trinken nicht in der Öffentlichkeit. Daran sollte sich auch der ausländische Besucher halten. Zwar gelten die hoch detaillierten Gebote des Judentums nicht für Nichtjuden, doch ist Respekt für den besonderen Charakter des Feiertags angebracht.

In moslemischen Ortschaften kann Alkoholkonsum zu Problemen führen; Restaurants in moslemischen Wohnorten führen zumeist keine alkoholhaltigen Getränke. Selbstverständlich ist auch das Schweinefleischverbot im Islam zu beachten. Während des islamischen Fastenmonats Ramadan wird in moslemischen Ortschaften das Essen, Trinken und Rauchen auf offener Straße am Tage als Affront empfunden.

Erste Begegnungen mit israelischen Geschäftspartnern finden oft auf Messen, Ausstellungen, Fachtagungen, Branchentreffen, Delegationsreisen oder weiteren wirtschaftlichen beziehungsweise gesellschaftlichen Veranstaltungen statt. Wie auch immer kennengelernt, so sucht der ausländische Gast seinen israelischen Geschäftspartner bei einem Israelbesuch in der Regel in dessen Büro auf. Wird der Besucher von einem israelischen Vertreter oder Berater begleitet, so empfiehlt es sich, von diesem im Hotel abgeholt zu werden.

Bei eigener Anreise ist es empfehlenswert, die Fahrt im Voraus zu planen und sich bei ortskundigen Personen, insbesondere bei der zu besuchenden Firma, über die genaue Fahrstrecke und die zu veranschlagende Fahrzeit zu erkundigen. Es ist zu berücksichtigen, dass es morgens und nachmittags zahlreiche Staus gibt. Auch die Parkplatzsuche kann länger dauern; Gastparkplätze sind keine Selbstverständlichkeit. Bei der Planung ist schließlich zu berücksichtigen, dass die Ausschilderung in Israel nicht immer klar oder durchgehend ist.

Oft ist es einfacher, mit dem Taxi voranzukommen. Taxipreise sind nicht besonders hoch, doch sollte der Fahrgast im Voraus eine ungefähre Vorstellung vom zu zahlenden Preis haben, um - wie es gelegentlich passiert - nicht zum Besten gehalten zu werden. Manchmal behaupten Taxifahrer, die Taxiuhr funktioniere nicht und versuchen, einen überhöhten Pauschalpreis herauszuschlagen. Das ist zwar nicht die Regel, doch kann es sich empfehlen, das Taxi vom Hotel oder von einem "Einheimischen" bestellen zu lassen.

Für die Einreise ist ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass erforderlich. Inhaber deutscher Pässe benötigen kein Visum, falls sie nach 1926 geboren wurden.

Stempel aus arabischen Staaten im Pass können Verzögerungen bei der Sicherheits- beziehungsweise Grenzkontrolle verursachen. Deutsche Führerscheine sind in Israel gültig.

Israelische Geschäftsleute erwarten von ihren ausländischen Partnern Pünktlichkeit. Verspätungen von einigen Minuten werden dem Gast in der Regel nicht angekreidet, doch ist eine ausreichende Zeitreserve einzuplanen. Für den Fall einer Verspätung sollte der Gastgeber benachrichtigt werden. Das Mitführen eines Handys ist unerlässlich, zumal die Israelis die Erreichbarkeit des Gesprächspartners am Mobiltelefon generell unterstellen.

Israelische Manager sind in der Regel "mit ihrer Arbeit verheiratet". Deshalb lassen sie sich auch relativ unproblematisch nach den üblichen Bürostunden anrufen, auch über Handy. Zu beachten ist indessen, dass Anrufe am Ruhetag Schabbat (Freitagabend bis Samstagabend) grundsätzlich zu unterlassen sind.

Lesen Sie weiter auf Seite 5: Ein "Sie" gibt es nicht

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