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20.10.2006 

Die Terminplanung ist in Israel relativ kurzfristig möglich. Wird ein Termin langfristig anberaumt, sollte er zwei bis vier Wochen vor Reisentritt bestätigt werden. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten alle Termine schriftlich vereinbart oder bestätigt werden.

Vor Beginn und zum Abschluss der beiden wichtigsten Feiertagsperioden (das sieben Tage währende Pessachfest im Frühjahr beziehungsweise die mit Unterbrechungen gut drei Wochen anhaltende Abfolge von Neujahr, Versöhnungstag und Laubhüttenfest im Herbst) können Flüge durch israelische Urlauber und jüdische Touristen aus dem Ausland ausgebucht sein. Auch unmittelbar vor Beginn des Anfang September beginnenden Schuljahres sind Flüge mitunter längere Zeit im Voraus voll. Über Feiertage und im Sommer sind auch viele Geschäftsleute verreist. Über Pessach und Laubhüttenfest sind die meisten Ämter geschlossen. Dies ist bei der Reiseplanung zu berücksichtigen.

Geschäftstermine am Schabbat und an jüdischen Feiertagen sind nicht möglich. Der Schabbat beginnt bei Sonnenuntergang am Freitag und endet nach Sonnenuntergang am Samstag. Ähnlich verhält es sich bei Feiertagen, die am Abend beginnen und am folgenden Abend enden Die genauen Uhrzeiten sind jede Woche Zeitungen zu entnehmen oder im Hotel zu erfragen. Es empfiehlt sich auch, keine Termine auf den Freitagvormittag zu legen, da viele Israelis diese Zeit für Einkauf und Besorgungen nutzen. Auch hier gilt, dass diese Regel vom Gastgeber außer Kraft gesetzt werden kann.

Das Sozial- und Familienleben ist in Israel stark ausgeprägt. Freundschaften, die in einem kleinen Land leichter über Jahrzehnte gepflegt werden können, spielen eine wichtige Rolle und zeichnen sich durch große persönliche Nähe aus. Aktive Hilfe unter Freunden und Nachbarn ist wichtiger Bestandteil des persönlichen Lebens.

Gleichzeitig wird die Privatsphäre des Einzelnen weniger als im Westen respektiert. Nicht nur Familienangehörige und Freunde, sondern auch Außenstehende lassen ihrer Hilfsbereitschaft ebenso wie ihrer Neugierde weitaus freieren Lauf. Vom Familienstand über den Gesundheitszustand bis hin zu persönlichen Finanzen reicht die Palette von Themen, über die viele Israelis auch Unbekannte sehr schnell zu befragen beginnen und sich auch befragen lassen.

Grundsätzlich begegnen sich die beiden Geschlechter in Israel als Gleichberechtigte. Auf privater Ebene ist der Umgang zwischen säkularen Männern und Frauen, - also beim Gros der Bevölkerung - ungezwungen und offen, während er in traditionell-religiös geprägten Kreisen strenger reglementiert ist.

Der ausländische Besucher begegnet Frauen vor allem in der Geschäftswelt und sollte sie ebenso unbefangen, offen und respektvoll wie die männlichen Kollegen behandeln. Die Besucherin aus dem Ausland wird als gleich berechtigt anerkannt und respektvoll behandelt.

Der Großteil der Freizeit wird im Familienkreis verbracht. Zwischen Frühjahr und Herbst sind Ausflüge in Naherholungsgebiete populär. Relativ viele Israelis besuchen Kulturveranstaltungen. Die beliebtesten Sportarten sind Fußball und Basketball.

Gute persönliche Beziehungen bilden eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung. Deshalb sollten Einladungen zum Essen nach Hause, falls möglich, angenommen werden. In diesem Fall sind ein Blumenstrauß für die Dame des Hauses oder relativ bescheidene Geschenke für (kleinere) Kinder angebracht. Dagegen könnten Delikatessen und andere Nahrungsmittel gegen die religiösen Speisegesetze verstoßen.

Gelegentlich laden israelische Geschäftsleute Besucher aus dem Ausland zu einem mehrstündigen Abstecher zu touristischen Sehenswürdigkeiten ein. Solche Einladungen sind ehrlich gemeint und sollten, falls es die Zeit erlaubt, angenommen werden.


Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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