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13.09.2006 

Ein regelmäßiger persönlicher Kontakt ist für eine dauerhafte und gute Geschäftsbeziehung unerlässlich. Allerdings werden Schweden diesen nicht allzu eng gestalten, da sie Arbeitszeit und Freizeit, Arbeitsplatz und Zuhause stark trennen. Private Einladungen sind daher selten und sollten unbedingt akzeptiert werden.

Es kann durchaus vorkommen, dass Geschäftspartner mit gleichgerichteten Freizeitinteressen (stark verbreitet sind in Schweden die Hobbys Golf, Tennis, Segeln, Elchjagd und Sportfischen) zum persönlichen Kennenlernen in privater Umgebung zu diesen Aktivitäten eingeladen werden.

Wer nach Hause eingeladen wird, sollte ein Geschenk mitbringen. Blumen sind die beste Wahl, wenn es sich um eine Gastgeberin handelt oder eine Ehefrau zugegen ist. Wegen der hohen Alkoholpreise wird oft das Mitbringen einer Flasche guten Whiskeys oder Ähnliches geschätzt. Allerdings kann man damit auch in ein Fettnäpfchen treten, da nicht wenige Schweden Alkoholgenuss generell ablehnen. Unverfänglicher ist es, eine Flasche deutschen Weins als Produkt seiner Heimat mitzubringen.

Wichtig ist ein „Tack för senast“

Auch bei privaten Verabredungen wird ein pünktliches Erscheinen erwartet. Abende im persönlichen Heim können recht aufwendig und formell gestaltet sein, im Sommerhaus jedoch auch in sehr gelockerter Atmosphäre stattfinden. Den Gästen wird fast immer ein warmes Essen (middag) serviert. Da in Schweden unabhängig vom gesellschaftlichen Status oder Einkommensniveau Ehefrauen meist berufstätig sowie Haushaltshilfen unüblich (und für die meisten unerschwinglich) sind, ist es durchaus möglich, dass ein solches Dinner vom Gastgeber selbst vorbereitet und serviert wird. Der männliche Ehrengast sitzt meist links neben der Gastgeberin. Im Tischgespräch sind anerkennende Worte über die Speisen und Getränke angebracht. Bei Beendigung der Mahlzeit werden einige Dankesworte von dem links neben der Gastgeberin sitzenden Gast erwartet.

Nach privaten Einladungen sollte man sich in den nächsten Tagen bedanken. Ein kurzer Anruf genügt, eine Karte wird sehr geschätzt. Noch wichtiger aber ist ein Tack för senast (Danke für das letzte Mal) beim nächsten Wiedersehen oder Telefonat - auch wenn dies erst einen Monat später stattfindet. Eine Einladung zu einem Gegenbesuch sollte immer ausgesprochen und von Zeit zu Zeit erneuert werden.


Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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