30.01.2007

Markt für alkoholische Getränke: Deutsche Winzer haben Imageproblem in Hongkong

In Hongkong trinkt man nach Feierabend gerne einen über den Durst. Da es kaum einheimische Getränkehersteller gibt, muss fats der gesamte des Bedarfs importiert werden. Auch Wein ist beliebt – allerdings nicht die Tropfen deutscher Winzer. Selbst deutsches Bier hat es schwer gegen die Konkurrenz aus anderen westlichen Staaten.

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Deutsche Winzer müssen an ihrem Image in Asien arbeiten. 'Made in Germany' wird dort noch nicht mit Luxus und Genuss verbunden. Foto: dpaLupe

Deutsche Winzer müssen an ihrem Image in Asien arbeiten. 'Made in Germany' wird dort noch nicht mit Luxus und Genuss verbunden. Foto: dpa

bfai HONGKONG. Hongkongs Markt für alkoholische Getränke kommt in Bewegung. Bislang haben hohe Verbrauchsteuern den Absatz gebremst. Anfang 2007 zeichnet sich jedoch eine deutliche Senkung der Sätze ab. Der im asiatischen Vergleich ohnehin schon hohe Pro-Kopf-Verbrauch an Bier, Spirituosen und insbesondere Wein könnte in Zukunft merklich steigen. Auch deutsche Hersteller dürften profitieren, müssen allerdings an ihrem Image arbeiten.

Mit gerade einmal 7 Mill. Einwohnern ist Hongkong auf den ersten Blick ein nur kleiner Absatzmarkt. Der Eindruck täuscht jedoch: Infolge der langen Kolonialzeit und des großen Einflusses der ausländischen Kultur trinken die Einwohner im Durchschnitt wesentlich mehr "westliche" Alkoholika als beispielsweise ihre Nachbarn auf dem chinesischen Festland. Zudem leben in der Sonderverwaltungsregion zahlreiche Europäer, Amerikaner und Australier, die den Alkoholkonsum weiter anheizen.

In Hongkong gibt es kaum noch verarbeitendes Gewerbe. Allerdings haben sich im nahrungsmittelverarbeitenden Sektor einige Firmen halten können. Die Betriebe der SVR haben sich allerdings im wesentlichen auf die Herstellung von nicht alkoholischen Getränken spezialisiert. Der Großteil aller konsumierten Alkoholika muss daher importiert werden.

2006 führte Hongkong nach Angaben des nationalen Statistikamtes alkoholische Getränke im Wert von 460 Mill. US-Dollar ein, eine Steigerung um 14% gegenüber 2005. Frankreich und China waren die mit weitem Abstand wichtigsten Lieferanten. Sie brachten es auf einen Einfuhranteil von rund 25% beziehungsweise 20%.

Deutschland lieferte 2006 Alkoholika im Wert von 4,5 Mill. Dollar nach Hongkong, eine Steigerung von rund einem Drittel gegenüber 2005. Besonders beliebt sind deutsche Branntweine und Schnäpse. Deutsches Bier hat es dagegen schwer, sich gegen die etablierte Konkurrenz aus Großbritannien, den USA und den Niederlanden durchzusetzen.

Spirituosen stellten laut Zollstatistik 2006 mit einem Lieferwert von rund 260 Mill. US-Dollar die größte Einfuhrposition dar. Es folgten Wein und Bier mit 90 und über 60 Mill. Dollar. Da in Hongkong kein Wein angebaut wird, muss die Sonderverwaltungsregion ihren gesamten Bedarf importieren. 2005 führte sie über 14 Mill. l des Rebensaftes ein.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: "Made in Germany" steht nicht für Luxus und Genuss

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