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11.10.2006 

Persönlich gefärbte Kontakte zum Geschäftspartner sind wichtig. Interesse an der Familie, Grußkarten zu Weihnachten und Neujahr oder aus dem Urlaub werden von italienischen Geschäftspartnern durchaus geschätzt. Geschenke zu Weihnachten sind nicht verpönt: sie gehören zum "bon ton".

Eine private Einladung beim Geschäftsfreund zu Hause ist der höchste Beweis des Vertrauens. Dies geht in der Regel sehr formal zu. Ein kleines Geschenk für die Hausfrau (Wein, Alkohol, Pralinen, Bücher, nicht notwendigerweise Blumen) ist angebracht. Wichtig ist, sich für die Einladung zu bedanken, das Essen zu loben und die normal im Wohnzimmer etablierte Fotogalerie sämtlicher Familienmitglieder zu beachten.

Wenn noch Vergleiche gezogen werden, etwa dass der Wein besser ist als zu Hause, der Kaffee stärker geröstet, die Spaghetti richtig "al dente" gekocht schmackhafter als sonst sind, ist zumindest das Herz der Hausfrau gewonnen. Und das ist wichtig. Denn in Italien hat die "mamma" nach wie vor das Sagen.

Italiener stehen gerne selbst im Mittelpunkt

Grundsätzlich stehen Italiener gerne selbst im Mittelpunkt und berichten über ihre Erfahrungen. Daher ist Zuhören hier oft wichtiger als Reden. Die bevorzugten Gesprächsthemen sind neben Politik Sport (vorwiegend Fußball). sowie Gastronomie. Letzteres ist das dankbarste Thema. Jeder Italiener ist überzeugt ein Feinschmecker und Weinkenner zu sein. Kenntnisse über die regionalen Eigenheiten der Küche, über das Weinjahr und die Mittelmeer-Diät im Allgemeinen können nicht schaden.

Andere beliebte Themen sind auch Auto, Urlaub (Reisen) und vor allem die Familie. Krankheiten, Erziehung, Schule der Kinder sind beliebte Unterhaltungsthemen. Auch die jüngsten Bestseller und Filme - vor allem wenn sie Bezug zu Italien haben - liefern Gesprächstoff.

Tabu-Themen sind dagegen: Geld (über Geld wird hier kaum gesprochen) oder Karriere (die wird gemacht, darüber redet man nicht). Die Italiener verfügen über einen anderen Humor als Deutsche. Bei Witzen wird durchaus laut gelacht, nicht gelächelt. Der feine britische Humor, vor allem aber Selbstironie, ist hier seltener zu finden.


Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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