Entsprechend den Mentalitäten und Charakteren finden sich mit Blick auf die Verhandlungsstrategie und -taktik unterschiedliche Persönlichkeiten: vom Charmeur über den Spieler bis zum Machtmenschen. In der Mehrzahl dürfte der kanadische Geschäftsmann jedoch in seinem Auftreten und Verhandlungsstil eher dem Businessman aus der Londoner City als dem Broker aus der New Yorker Wall Street entsprechen. Er denkt - allein schon bedingt durch den kleineren Markt - in bescheideneren Dimensionen und scheint weniger risikofreudig zu sein als sein südlicher Nachbar.
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Endet das Gespräch gegen Mittag darf der Besucher seinen Partner - auch in Behörden - gerne zum Lunch einladen. Abendessen und Einladungen in das Privathaus sind in der ersten Phase der Geschäftsanbahnung eher unüblich. Zu beachten ist in Restaurants, dass der Gast mindestens 10 bis 15% des Betrages als Trinkgeld gibt. Rauchen in Gaststätten ist Tabu, gleiches gilt übrigens auch für Büros und andere öffentliche Gebäude. Wer trotzdem eine Zigarettenpause benötigt, muss sich selbst im kalten kanadischen Winter nach draußen begeben.
Nach den Verhandlungen darf der ausländische Geschäftspartner sich noch einmal schriftlich für das Gespräch bedanken. Bevorzugte Kommunikationsschiene ist dabei wie auch bei der Gesprächsanbahnung die E-mail. Schließlich nimmt Kanada bei der Nutzung moderner Informationstechniken weltweit eine Spitzenposition ein. Laptop, Handy und das kanadische "Black Berry" (Mini-PC) gehören zur Grundausstattung des Geschäftsmanns. Da dieser in der Regel viel reist, ist bei längerfristigen Gesprächsvereinbarungen eine knappe aber höfliche Erinnerung kurz vor dem Termin angebracht.
Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).
