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23.04.2008 

Die größten Sorgen bereiten der UEFA Warschau und Kiew. Aus dem Rathaus der polnischen Hauptstadt verlautet aber, dass alle Arbeiten in Verbindung mit der EM 2012 gemäß Zeitplan durchgeführt würden. Warschau hat in diesem Zusammenhang 60 Schlüsselaufgaben benannt, für die es 23 bis 25 Milliarden Zl investieren will. Die Landeshauptstadt bereitet einen komplexen Raumbewirtschaftungsplan vor. Schwieriger als erwartet erweist sich dabei die Synchronisation der Bauarbeiten am Stadion mit denen an der zweiten Metrolinie und der Eisenbahn. Die ersten Stützpfeiler für das neue Nationalstadion werden im Herbst 2008 in den Boden gerammt. Anfang Frühjahr 2009 soll der Bau an einen Generalauftragnehmer ausgeschrieben werden. Ist das Fundament bis dahin fertig, sollte die neue Fußballarena bis Spätherbst 2011 vollendet sein.

Die Projektierungsarbeiten für das Stadion in Chorzow, das gleichsam wie Krakow nur auf der Reserveliste steht, konzentrierten sich bisher auf die Überdachung. Um die Anforderungen der UEFA erfüllen zu können, wäre stattdessen aber ein komplexer Umbau erforderlich. Daher hat der Stadioneigentümer, die Woiwodschaft Slaskie, im März 2008 einen neuen Projektanten, das deutsche Büro gmp Architekten, ausgewählt. Das Slaski-Stadion wird somit aber kaum, wie ursprünglich geplant, schon 2010 frei gegeben werden können. Die Umbauarbeiten dürften 250 Millionen Zl verschlingen.

Obwohl die UEFA die Risiken zum Teil noch hoch einschätzt, hält sie alle Stadionbaupläne für realisierbar. Bezüglich der Verkehrsinfrastruktur legt Europas Fußballdachverband offenbar vor allem Wert auf geeignete Transportverbindungen innerhalb der austragenden Städte, insbesondere zwischen den Stadtzentren und Flughäfen sowie zu den Stadien und wichtigsten Hotels. Beim Hotelbau ist die UEFA von ihrer ursprünglichen Forderung abgerückt, dass für die EM 2012 neue Hotels nur in den Gastgeberstädten entstehen sollen - maßgeblich ist hierfür nunmehr ein 150-km-Radius um die Austragungsorte. Das erleichtert unter anderem Chorzows Vorbereitungen, das sich um Hotelinvestoren in der gesamten Woiwodschaft Slaskie bemüht.

In Bezug auf die Standorte der Trainingslager für die Nationalmannschaften wird die UEFA im 3. Quartal 2008 eine - nicht bindende - Empfehlung aussprechen. Entscheiden wird darüber letztlich der nationale Fußballverband. Dabei ist eine Auswahl von mindestens 16 Standorten aus 110 Bewerbungen zu treffen.

Eine Präsentation mit detaillierten Informationen über die Vorbereitungen Polens auf die Fußball-EM 2012 veröffentlicht die Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer für ihre Mitglieder unter » http://www.ihk.pl/em2012.


Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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