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22.02.2007 

Die Namen in den Vereinigten Staaten reflektieren die kulturelle Vielfalt des Landes. Ist der Name schwer verständlich oder aussprechbar, sollten man sich direkt nach der richtigen Aussprache erkundigen. Ein Ausländer kann allerdings nicht erwarten, dass sich sein amerikanischer Gesprächspartner große Mühe gibt, den ausländischen Namen korrekt auszusprechen, man muss sich an eine amerikanisierte Fassung seines Namens gewöhnen.

Titel haben in den USA weniger Bedeutung als in Deutschland. Der Doktortitel wird im Gespräch meistens nur bei Wissenschaftlern oder Ärzten verwendet. Über deutsche Besucher kursiert der Scherz, dass viele den gleichen Vornamen (nämlich "Dr.") hätten. Wer langfristig in den USA zu tun hat, sollte, auch wenn das dem Ego weh tut, eine Visitenkarte ohne "Dr." bereit halten, um Missverständnisse oder lange Erklärungen zu vermeiden.

In den USA werden bei ersten Treffen, oder wenn sich die Daten geändert haben, Visitenkarten (business cards) ausgetauscht. Diese sollten nicht zu phantasievoll gestaltet sein (wird als unseriös empfunden) und vor allem keine Übergrößen aufweisen (kann man schlechter einordnen). Grundsätzlich beginnt der/die Ranghöchste mit dem Austausch. Passiert nichts, sollte man seine eigene Visitenkarte bei sich behalten und später eventuell einem Dankesbrief oder einer anderen schriftlichen Kommunikation beilegen. Bei mehreren Gästen erhält jeder Gast eine Karte, da sich sonst jemand ausgeschlossen oder weniger geschätzt vorkommen könnte.

Kennenlernen beim Business Lunch

Als die Hauptfunktion eines "Business Breakfast/Lunch" gilt, sich auf neutralem Boden persönlich besser kennen zu lernen. Ein Geschäftsfrühstück kann schon um 7.00 Uhr beginnen. Geschäftstreffen werden aber häufiger während des Mittagessens (Lunch) geplant. Dies beginnt meist um 12.00 Uhr und kann bis 14.00 Uhr dauern.

Die Wahl des Restaurants oder zumindest eine Vorauswahl möglicher Optionen trifft üblicherweise der Gastgeber. Ist der Gast als besonders wählerischer Feinschmecker (beziehungsweise als wenig tolerant) bekannt, kann man ihn um Empfehlungen bitten. Es ist äußerst wichtig, dass das Restaurant für die Beteiligten günstig liegt. Muss der Gast umständlich anreisen, kann es leicht zu einer Absage kommen. Hinsichtlich der Restaurantkategorie sollte ein gehobenes Segment gewählt werden, ein ausgesprochenes Nobelrestaurant ist aber nicht notwendig, eventuell sogar fehl am Platze.

Die Einladung zum Geschäftsessen erfolgt in lockerer Form. Ein besonderer Grund ist nicht erforderlich, es reicht völlig aus zu sagen: "We have been doing business for quite some time, I would therefore like to invite you for lunch". Eine solche Einladung wird in der Regel ganz natürlich und ohne irgendwelche Hintergedanken akzeptiert. Die (zumeist telefonische) Einladung kann auch ganz einfach lauten: "Chris, I'd like you to be my guest at lunch next week. Would Wednesday or Thursday work for you? Noon or one clock? Would you prefer Indian Garden or Chez Chez?". Wenn die Details ausgearbeitet sind, beendet man das Gespräch: "Great talking to you, Chris. I look forward to seeing you at Chez Chez at noon on Wednesday."

Im Restaurant wird der Gastgeber, falls er das Restaurant kennt, einige Vorspeisen und Hauptgerichte vorschlagen, um seinem Gast eine Preisvorstellung zu geben. An unbekanntem Ort helfen "Selbstgespräche" wie "The ... looks pretty interesting". Auf jeden Fall sollte ein Essen bestellt werden, das genug Zeit lässt, um ein längeres Gespräch zu führen. Wichtigstes Ziel ist, so gut zuzuhören wie möglich. In den USA wie auch anderswo erzählt man gerne von sich selbst und schätzt einen guten Zuhörer gleich als angenehm und intelligent ein.

Lesen Sie weiter auf Seite 5: Das Konzept "time is money" wird sehr ernst genommen

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