Alkohol kann bestellt werden oder auch nicht. "How about a cocktail or a glass of wine?" ist eine häufige Frage. Gewöhnlich wird der Gast aber ein nicht-alkoholisches Getränk vorziehen. Der Wahl des Gastes sollte man folgen und ein Getränk aus der gleichen Kategorie bestellen.
Die Rechnung zahlt der Gastgeber. Sollte der Gast versuchen, die Rechnung an sich zu nehmen oder zumindest einen Teil zu zahlen, sollte dies mit dem Hinweis "Next time it will be on you" abgebogen werden. Es dürfte nur sehr selten vorkommen, dass der unter Studenten übliche "Dutch Treat", bei dem alle Beteiligten ihren Anteil zahlen, auf ein Geschäftsessen übertragen wird.
Es ist in den USA gewissermaßen ein Tabu, das Gespräch über den Schreibtisch hinweg zu führen, wenn es sich um etwa gleichrangige Partner handelt. Aber auch zwischen Chef und Mitarbeiter gilt es als freundlicher, höflicher und vor allem auch als Zeichen dafür, dass sich ein Chef nicht vor einer Diskussion zu Sachfragen oder gar vor seinen Mitarbeitern fürchtet beziehungsweise allgemein unsicher ist, wenn die Barriere Schreibtisch aufgehoben wird. Ist keine Sitzecke vorhanden, sollte man sich besser in einem Konferenzraum, der Kaffeebar oder an einem anderen Ort treffen.
Strategische „Alpha-Sitzposition“
Der "Gastgeber" in einem Büro wird seinen Besucher mehr oder weniger direkt platzieren (Gesten oder auch eine direkte Frage "Where would you like to sit?"). Dabei kann Körpersprache (Hinwendung zu einem bestimmten Platz) den Gast auf den gewünschten Stuhl dirigieren, ohne dass er dorthin verbal gezwungen wird ("Please have a seat"). Wer als Gast geschickt ist, stellt sich bereits bei der Begrüßung in die Nähe der gewünschten Sitzposition, damit diese Wahl natürlich erscheint. Oft kann er auf diese Weise die strategisch günstigste Position ("Alpha-Sitzposition") erringen.
Als Gastgeber ist es wichtig, eine Besprechung zum angesetzten Termin zu beginnen, die Gäste sollten entsprechend pünktlich erscheinen. Das Konzept "time is money" wird in den Vereinigten Staaten sehr ernst genommen. Geschäftsleute sind es gewöhnt, schnelle Entscheidungen zu treffen. Bei Chancen wird zugegriffen, man ist auch bereit, erhebliche Risiken einzugehen.
Wichtig für erfolgreiche Diskussionen ist auch die Teilnehmerzahl. Während in Japan, Korea Rep. und vielen anderen asiatischen Ländern die Zahl der Gesprächspartner oft sehr hoch ist, wenn es sich um ein Gespräch mit "Westlern" handelt (nach der Methode: mindestens zwei Asiaten pro Westler), ist man in den USA egalitärer. Es gilt als Unding, wenn hier kein "Fair Play" besteht. Die Zahl der Partner von der einen und der anderen Seite sollte in etwa ausgeglichen sein.
Oft fragt der US-Partner: "Will you bring an additional guest?", um sich sachlich, zahlenmäßig, aber auch mannschaftlich vorbereiten zu können. Es gilt zum Beispiel als Zeichen der Schwäche oder zumindest als unbedachte Unhöflichkeit, wenn innerhalb einer Firma mehrere Chefs mit einem Mitarbeiter verhandeln.
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