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13.12.2005 
Umbau geht weiter

Aareal stößt Hypotheken-Tochter ab

Die Immobilienbank Aareal hat im Zuge ihrer Neuausrichtung die Tochter Aareal Hypotheken-Management (AHM) verkauft. Das Mannheimer Unternehmen geht an VR Kreditwerk, die Kreditfabrik des genossenschaftlichen Bankenverbundes.

HB WIESBADEN. Die AHM hat 250 Mitarbeiter und bearbeitet ein Kredit-Portfolio mit einem Volumen von 13,6 Milliarden Euro für Dritte. Zum Verkaufspreis machten weder Aareal noch VR Angaben. VR Kreditwerk ist eine gemeinsame Tochter der DZ Bank und der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Mit Hilfe von Kreditfabriken standardisieren und automatisieren Banken die Vergabe und Abwicklung von Krediten, um Kosten zu sparen.

Der seit April 2005 amtierende Aareal-Chef Wolf Schumacher hat dem krisengeschüttelten Institut einen radikalen Umbau verordnet. Problemkredite und Beteiligungen wurden veräußert, Stellenstreichungen angekündigt und der Vorstand umgebaut. In dieses Bild passt auch die AHM-Transaktion: Die Aareal Bank wolle sich stärker auf ihr Kerngeschäft, die internationale Immobilienfinanzierung, fokussieren, sagte Schumacher. Zuletzt hatte die im Nebenwerte-Index M-Dax gelistete Bank ihre Tochter Aareal Hypotheken Vermittlungs GmbH an PlanetHome, verkauft, eine Tochter der Münchener Hypo-Vereinsbank.

Die Aareal Bank war im vergangenen Jahr nach immer neuen Wertberichtigungen in Turbulenzen geraten. Bank-Chef Karl-Heinz Glauner musste deswegen seinen Posten räumen. Schumacher hat den Kreditbestand der Bank durchleuchtet und die Risikovorsorge angehoben, was 2005 erneut zu Verlusten führen dürfte. Für das kommende Jahr hat er den Investoren wieder Gewinne versprochen.

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