Absicherung bei Großschäden: Hannover Rück testet bessere Risikoabsicherung

Absicherung bei Großschäden
Hannover Rück testet bessere Risikoabsicherung

Der Rückversicherer Hannover Rück zieht Konsequenzen aus den verheerenden Hurrikans 2005 in den USA. Die Nummer vier der Branche sicherte sich nach eigenen Angaben vom Montag als erster Rückversicherer weltweit besser gegen den Fall ab, dass einer seiner Retrozessionäre Pleite gehen könnte.

HB HANNOVER. Rückversicherer geben ihre Risiken an Retrozessionäre - in der Regel andere Rückversicherer - weiter und zahlen dafür Gebühren.

Hannover Rück verbriefte Rückversicherungsforderungen an die Partner-Institute im Wert von einer Milliarde Euro am Kapitalmarkt. Im Fall, dass einer von ihnen insolvent ist und im Schadenfall nicht zahlen kann, müssen die Anleger in die Bresche springen, die in die verbriefte Forderung investiert haben. Falls dieser Fall nicht eintrifft, können die Anleger eine hohe Verzinsung einstreichen.

Nach dem Hurrikan Katrina im Sommer 2005 in den USA waren mehrere Assekuranzen in finanzielle Schwierigkeiten geraten, da sie plötzlich große Summen an die Erstversicherer auszahlen mussten und einige Retrozessionäre nicht zahlen konnten. Vor solche Ausfälle will sich die Hannover Rück künftig gewappnet sein. Das Wertpapier ist für institutionelle Anleger bestimmt, der Selbstbehalt der Hannover Rück liegt bei 60 Mill. Euro.

Von dem Schritt erhofft sich das Institut auch eine höhere Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit. „Wir gehen davon aus, dass auch die relevanten Ratingagenturen diese Transaktion in quantitativer und qualitativer Hinsicht positiv bewerten“, sagte Hannover-Rück-Chef Wilhelm Zeller.

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