Abwicklung: Die Bad Banks sind mehr als nur Müllschlucker

Abwicklung
Die Bad Banks sind mehr als nur Müllschlucker

Die Abwicklungsbanken von WestLB und Hypo Real Estate haben beim Verkauf schwer verkäuflicher Vermögensposten keine Eile. Und so manches Giftpapier ist beim Verkauf doch mehr wert als gedacht.
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FrankfurtAuf die Bad Bank der WestLB, der offizielle Name ist Erste Abwicklungsanstalt (EAA), kommt neue Arbeit zu, viel Arbeit. Da der WestLB in den vergangenen Wochen zwei große Verkäufe geplatzt sind, dürfte sich die EAA um die Verwertung kümmern. „Wir bereiten uns intensiv darauf vor, noch einmal im größeren Umfang Vermögensgegenstände zu übernehmen", sagte EAA-Vorstand Matthias Wargers in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. Gemeinsam mit Markus Bolder führt er die EAA.

Selbst bleibt der WestLB kaum mehr Zeit, sich um neue Interessenten für die Geschäftsfelder zu kümmern. Denn bis Mitte 2012 wird das Institut zerschlagen. Darauf verständigten sich die Eigner der WestLB mit der EU-Kommission. Im Gegenzug gab es grünes Licht für milliardenschwere Beihilfen, die die Kommission auf 3,4 Milliarden Euro beziffert.

Die EAA kann sich jetzt auf die Übernahme von Aktiva in Höhe von rund 85 Milliarden Euro vorbereiten. Konkret geht es dabei um das Geschäft mit großen Firmenkunden und das Westimmo-Portfolio. Das Firmenkundengeschäft sollte ursprünglich an die HSBC Trinkaus veräußert werden. Doch der Verkauf zerschlug sich. Zudem konnten sich WestLB und der US-Investor Apollo nicht über einen Verkauf der WestLB-Tochter Westimmo verständigen.

In ihrer bisherigen Arbeit ist die EAA gut vorangekommen. Sie schulterte am 30. April 2010 rund 78 Milliarden Euro an faulen Krediten, gescheiterten Geschäftsbereichen und damals unverkäuflichen strukturierten Wertpapieren. Rund 30 Prozent dieser Portfolios hat sie inzwischen abgebaut. Die WestLB konnte damals nur mit milliardenschweren Hilfen ihrer Eigner und der Verlagerung von Verlustgeschäften in die Bad Bank vor dem Zusammenbruch gerettet werden.

Ähnlich langfristig ist auch die FMS Wertmanagement (FMS) in München angelegt, die als Bad Bank der Hypo Real Estate im Oktober 2010 mit faulen Krediten, Wertpapieren und Derivaten über 170 Milliarden Euro beladen wurde. Für viele Besucher ist die erste Überraschung, dass EAA und FMS zentral in Düsseldorf und München vertreten sind und nicht mit ihren 50 beziehungsweise 100 Mitarbeitern an den billigen Stadtrand abgeschoben wurden.

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Bei den Abwicklungsbanken gibt es keine Notverkäufe

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  • Gewinne und Verluste sowie Bilanzwerte kann man den Geschäftsberichten der Abwicklungsanstalten entnehmen. Diese sind jedem zugänglich. "Die vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) geforderten Abschreibungen auf
    Forderungen an Griechenland betragen 253,1 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der zu verrechnenden
    Pauschalwertberichtigungen resultiert ein Nettoaufwand von 242,5 Mio. EUR, der zu einem Jahresfehlbetrag
    von 175,6 Mio. EUR führt."
    Sehr zu empfehlen sind im Zwischenbericht per 30.06.2011 die Risikoeinschätzungen für Griechenland. Man hofft auf EU-Finanzhilfen (die sich aus Steuergeld speisen), damit Griechenland seine Staatsschulden weiter bedient. Meiner Meinung nach eine Milchmädchenrechnung im großen Stil.

  • @Hurra-Hurra: Genau das Gegenteil ist der Fall: Ich hätte gerne 'mal eine Aufstellung darüber, wieviel der Staat eigentlich an den Banken-Rettungspaketen VERDIENT hat, inklusive aller Zinsen, Gebühren, Rückflüsse aus den bad banks und späterer Aktien-Verkäufe. Aber an solch einer Aufstellung hat natürlich niemand ein Interesse, da es ja viel bequemer ist, auf die bösen Banken zu schimpfen oder als Politiker in die Suppe zu heulen, weil angeblich für steuerliche Entlastungen kein Geld da sei.

  • Die ehemalige Wirtschaftszeitung Handelsblatt agiert zunehmend als NEUES DEUTSCHLAND der Subventionisten, Schönfärber und Volksverblöder

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