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05.08.2008 
Chinesen an Dresdner-Übernahme interessiert?

Allianz drohen neue Belastungen

Am Donnerstag wird die Allianz ihre Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Und es sieht nicht gut aus für den erfolgsverwöhnten Konzern, der noch im vergangenen Jahr mit acht Mrd. Euro so viel wie kein anderes deutsches Unternehmen verdiente. Inzwischen mehren sich die Probleme. Nicht nur bei der Tochter Dresdner Bank.

Die Allianz hatte unlängst den Aufsichtsrat der Dresdner Bank zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen und damit die Spekulationen über den bevorstehenden Verkauf der Tochter noch einmal angeheizt. Foto: apLupe

Die Allianz hatte unlängst den Aufsichtsrat der Dresdner Bank zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen und damit die Spekulationen über den bevorstehenden Verkauf der Tochter noch einmal angeheizt. Foto: ap

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Die Hiobsbotschaft kam von der anderen Straßenseite, und sie sorgte bei der Allianz für einen Kursrutsch. Die Münchener Rück, die wie die Allianz in der feinen Königinstraße direkt am Englischen Garten in München residiert, schockierte die Börse in der vergangenen Woche mit einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal. Hauptgrund dafür waren Abschreibungen auf das Aktienportfolio des weltweit zweitgrößten Rückversicherers. Münchener-Rück-Aktien verloren danach mehr als zwölf Prozent, die der Allianz immerhin acht Prozent.

Beide Konzerne legen ihre milliardenschweren Beitragseinnahmen an den Kapitalmärkten an und gehören damit zu den größten Investoren überhaupt. Sinkende Aktienkurse, wie sie seit Ausbruch der US-Hypothekenkrise und ihren Nachwehen an den globalen Börsen vergangenes Jahr zu beobachten sind, gehen deshalb nicht spurlos an der Versicherungsbranche vorbei.

Am Donnerstag will nun die Allianz ihre Zahlen für das zweite Quartal vorlegen. Inzwischen mehren sich die Probleme - sie sind auch nicht mehr auf die Tochter Dresdner Bank beschränkt, über deren Verkauf das Management verhandelt.

Von Reuters befragte Analysten rechnen für die Allianz mit einem Gewinnrückgang im Zeitraum April bis Juni um 39 Prozent auf 1,31 Mrd. Euro. Bei der Dresdner Bank dürften dabei erneut rote Zahlen zu Buche stehen. Ein Analyst sagte, er rechne mit neuen Belastungen aus der Finanzkrise von etwa 800 Mill. Euro. Bislang summieren sie sich bei der Dresdner Bank auf 2,5 Mrd. Euro.

Performance-Check: Europas Banken im Vergleich.

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