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28.03.2008 
Planspiele

Allianz erwägt angeblich Dreierbündnis für Dresdner Bank

Der Münchener Versicherer Allianz erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, seine Tochter Dresdner Bank in eine Dreier -Allianz einzubringen. In der Bankbranche werde über einen "großen Wurf" - eine Dreierallianz aus Commerzbank, Dresdner Bank und Deutscher Postbank - gesprochen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) in ihrer Freitagausgabe ohne Nennung von Quellen.

rtr FRANKFURT. Bislang seien es nur Planspiele unter anderem in der Allianz -Zentrale, Verhandlungen habe es noch nicht gegeben, schreibt das Blatt. Bei Allianz, Commerzbank und Postbank war am Abend niemand für einen Kommentar zu erreichen. Ein Sprecher der Dresdner Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Laut "FAZ" sieht das Modell vor, die Dresdner Bank als Sacheinlage in die Commerzbank einzubringen. Das so neu formierte Institut würde mit der Allianz als Großaktionär anschließend eine Mehrheit an der demnächst zum Verkauf stehenden Postbank erwerben. Dadurch würde eine zweite große Bankenmacht neben der Deutschen Bank entstehen.

"In der Allianz ist schon seit einem Jahr klar, dass das Bankgeschäft entweder gestärkt oder abgestoßen wird", zitiert das Blatt Konzernkreise. Der Münchener Versicherungsriese hatte die Dresdner Bank kürzlich in zwei Teile aufgespalten - in das Investmentbank- und das Privatkundengeschäft. Damit hatte die Allianz Spekulationen über eine Trennung zumindest von einem der beiden Bankteile angeheizt.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfuhr, soll die Allianz die chinesische Großbank ICBC gefragt haben, ob sie sich ihre Bank-Tochter einmal anschauen wolle. Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) habe aber abgewunken. Die Allianz ist an der ICBC beteiligt.

Unterdessen hat der chinesische Staatsfonds CIC am Donnerstag klar gestellt, nicht an einem Kauf der Dresdner Bank interessiert zu sein. Es sei unwahr, dass CIC die Allianz -Tochter übernehmen wolle und dafür bereits Gespräche mit dem Münchener Versicherungskonzern geführt habe, sagte ein Sprecher des Staatsfonds und wies damit einen entsprechenden Medienbericht zurück. Solche Pläne gebe es nicht.

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