Angesichts der Finanzkrise entlässt der US-Kreditkartenkonzern American Express
ein Zehntel seiner Belegschaft. Zwar hat das Unternehmen in der vergangenen Woche ähnlich ordentliche Zahlen vorgelegt wie der Kunkurrent Visa
am Donnerstag, aber die Branche rüstet sich für unangenehme Zeiten.
Kreditkartenfirmen: American Express streicht 7000 Stellen
HB DÜSSELDORF/NEW YORK. Mit dem Wegfall von 7000 Stellen, niedrigeren Gehältern, einer Reduzierung der Betriebskosten und geringeren Investitionen werde das Unternehmen im kommenden Jahr 1,8 Mrd. Dollar einsparen, teilte der Finanzkonzern am Donnerstag mit. Für die Restrukturierung plant American Express
im vierten Quartal zwischen 370 und 440 Mio. Dollar ein. Nach Steuern werde sich der Betrag auf 240 bis 290 Mio. belaufen, hieß es weiter.
Da viele US-Verbraucher wegen der Finanzkrise ihre Schulden nicht mehr bedienen können, ist die Kreditkartenbranche ins Schleudern geraten. Im dritten Quartal legte American Express
einen geringeren Gewinn vor und legte mehr Geld zur Seite, um die wachsenden Verluste aus dem Kartengeschäft aufzufangen.