Andreas Utermann: Allianz erwartet Aktien-Comeback

Andreas Utermann
Allianz erwartet Aktien-Comeback

Als sich Andreas Utermann vor gut drei Jahren als Aktienexperte ins Reich der Allianz begab, da war das ein großes Wagnis – es scheint sich gelohnt zu haben.

MÜNCHEN. Denn heute stehen die Aktieneinheiten, deren Strategie Utermann koordiniert und teilweise steuert, innerhalb des Konzerns bemerkenswert gut da. Der Chef von Allianz Global Investors (AGI) und Allianz-Vorstand Joachim Faber hat eben erst angekündigt, dass er mit dem Asset Management, das vor allem in den USA und Deutschland stark vertreten ist, verstärkt in Europa expandieren will.

Vor gut drei Jahren sah das ganz anders aus. Europas größter Versicherungskonzern hatte die Aktienkrise noch nicht wirklich hinter sich, zudem stand die Sparte Asset Management unter ganz besonderer Beobachtung. Mehr als acht Milliarden Euro hatte Spartenchef Faber damals für Zukäufe ausgegeben, um unter dem Dach der AGI, die bis 2004 noch ADAM – Allianz Dresdner Asset Management – hieß, zahlreiche Asset Manager, darunter die einstige Fondstochter der Dresdner Bank, DIT, zu bündeln. Dementsprechend heftig fiel die Korrektur aus, die Summe aller verwalteten Vermögen im Konzern sank zwischen 2001 und 2002 markant von 1126 auf 989 Mrd. Euro; die Wertentwicklung der Fondsprodukte war unterdurchschnittlich.

Heute sieht die Lage ganz anders aus. Im Jahr 2005 übertrafen die Aktienfonds der AGI ihre jeweiligen Benchmarks in mehr als 70 Prozent aller Fälle. In Deutschland konnte die Allianz-Tochter im vergangenen Jahr sogar den lange Zeit unbestrittenen Marktführer, die Deutsche-Bank-Tochter DWS, hinter sich lassen. AGI profitierte dabei vor allem vom Boom bei institutionellen Fonds. Dass innerhalb der AGI vor allem der amerikanische Rentenspezialist Pimco besonders erfolgreich abschnitt, mindert die Erfolgsgeschichte der Aktien-Sparte dennoch nicht. Das alles ist vielmehr typisch für die Allianz Global Investors.

Denn in der Asset-Management-Einheit hat der Versicherungskonzerns ein Experten-Netzwerk geknüpft. Aus verschiedenen, ganz unterschiedlich ausgerichteten Investment-Teams entsteht so einer der größten Vermögensverwalter der Welt.

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