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22.07.2008 
Dritte Verhandlungsrunde

Angebot im Banken-Tarifstreit unzureichend

Die dritte Tarifrunde im Bankengewerbe ist ergebnislos vertagt worden. Den Gewerkschaften wurde am Dienstag ein erstes Angebot über sechs Prozent mehr Gehalt vorgelegt, was jedoch umgehend als nicht ausreichend zurückgewiesen wurde. Nun drohen in den nächsten Wochen ganztägige Streiks.

Streik in der Skyline? Der Tarifstreit zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften geht in die nächste Runde. Foto: APLupe

Streik in der Skyline? Der Tarifstreit zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften geht in die nächste Runde. Foto: AP

HB FRANKFURT. In den Tarifstreit der Bankenbranche ist keine schnelle Einigung in Sicht. Die dritte Verhandlungsrunde ging am Dienstag ohne Annäherung in den Kernpunkten zu Ende, wie Arbeitgeber und Gewerkschaften am Abend mitteilten. Die Gewerkschaft Verdi nannte das zuvor präsentierte Gehaltsangebot der Arbeitgeber „völlig unzureichend und inakzeptabel“ und kündigte für die nächsten Wochen ganztägige Streiks an. Die Gespräche sollen am 16. September fortgesetzt werden. Die Arbeitgeber hatten zuvor erstmals ein Angebot für die 250 000 Beschäftigten privater und öffentlicher Geldhäuser vorgelegt. Es sieht einen sechsprozentigen Anstieg der Löhne in drei Schritten bis Ende 2010 vor. Verdi will pro Jahr acht Prozent mehr Lohn oder mindestens 260 Euro. Die Arbeitgeber pochen zudem auf eine stärkere Flexibilisierung der Gehälter im Bankenvertrieb, was Verdi strikt ablehnt. Knackpunkt in den Gesprächen ist die Beschäftigungssicherheit bei Fusionen. Verdi befürchtet bei Zusammenschlüssen deutscher Großbanken den Abbau zehntausender Stellen und will im Tarifvertrag den Verzicht auf Kündigungen in diesen Fällen festschreiben. Die Arbeitgeber wollen das nicht.

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