Angestrebte Reform: Einigung zur weltweiten Bankenregulierung nicht in Sicht

Angestrebte Reform
Einigung zur weltweiten Bankenregulierung nicht in Sicht

Der Streit über weltweite Kapitalregeln für Banken hält an: Insidern zufolge wird eine Einigung in absehbarer Zeit auch nicht erwartet. Zunächst müsse ein neuer Top-Finanzaufseher bei der US-Notenbank ernannt werden.
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LondonIn den Verhandlungen über eine Verschärfung der weltweiten Kapitalvorschriften für Banken ist Insidern zufolge auch Anfang März noch keine Einigung in Sicht. Es sei schwierig, eine Vereinbarung zu schließen, bevor in den USA die Regierung einen neuen Top-Finanzaufseher bei der Notenbank (Fed) ernannt habe, sagten zwei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

„Wir müssen ein wenig Geduld haben“, sagte einer der Insider. In absehbarer Zukunft werde es aber eine Vereinbarung geben. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, der das Regelwerk ausarbeitet, soll am 1. und 2. März zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen.

Der Streit über die Reform der Kapitalregeln für Institute - in der Branche „Basel IV“ genannt - zieht sich schon lange hin. Wie stark die Differenzen zwischen Europäern und Amerikanern sind, wurde Anfang Januar deutlich, als ein geplantes Treffen der Chefs der Notenbanken und Bankaufsichtsbehörden, bei dem das neue Regelwerk eigentlich abgesegnet werden sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Neue Zweifel an einem raschen Abschluss hatte zudem US-Präsident Donald Trump mit seiner Anordnung genährt, die nach der Finanzkrise beschlossenen Regeln für die Bankenkontrolle („Dodd-Frank“) zu überprüfen. Dies hatte in Europa Sorgen ausgelöst, die USA könnten an einheitlichen globalen Vorgaben für die Branche kein Interesse mehr haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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