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11.02.2008 

Gespräche über die Zukunft der angeschlagenen Bank stehen in dieser Woche an. Die Stiftung Industrieforschung jedenfalls wird sich an einer möglichen Kapitalerhöhung nicht beteiligen. Stiftungsvorstand Wolfgang Lerch sagte am Montag: "Die Stiftung hat keine finanziellen Mittel, sich zu beteiligen."

Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen wird bei einem Krisentreffen des Verwaltungsrates der KfW am Mittwoch auch darüber entschieden, ob Vorstand Bräunig den Verkauf und die Risikobewertung der IKB weiterhin alleine veranworten soll. Demnach gibt es Überlegungen, mehrere professionelle Investmentbanker an die Seite von Bräunig zu stellen. Das staatliche Institut KfW ist mit gut 38 Prozent größter Eigentümer der IKB.

Noch völlig offen ist nach Angaben aus Regierungskreisen, ob die Düsseldorfer Mittelstandsbank komplett oder in Teilen verkauft wird. Aus Bankenkreisen erfuhr das Handelsblatt, dass der Erlös abhängig von der Verkaufsstrategie bei 800 Mill. beziehungsweise 1,2 Mrd. Euro liegt.

Wie das erneut notwendige Rettungspaket für die IKB gestemmt wird, ist noch unklar, darüber will Bundesfinanzminister Peer Steinbrück Montag mit den privaten Banken und der KfW verhandeln. Nach Angaben aus Regierungskreisen stoße die KfW -Bankengruppe mittlerweile an ihre finanziellen Grenzen, um noch einmal einen größeren Teil eines Rettungspakets zu übernehmen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich erstmals auch der Bund an einer Lösung beteiligt. Vorraussetzung ist nach Informationen des Handelsblatts eine "haushaltsneutrale Lösung". Demnach gibt es Überlegungen, dass sich der Bund seine Finanzspritze über den späteren Verkaufserlös der IKB -Bank zurückholt.

Problematisch sei jedoch, dass in diesem Fall Kreditportfolios abgeschrieben werden müssen, die das Management der IKB bisher als völlig sicher eingestuft hatte. Auch in der Bundesregierung rechnet man deshalb damit, dass es nicht bei dieser dritten Rettungsaktion bleibt. Vor einer vierten Rettungsaktion will das Finanzministerium die IKB jedoch verkauft haben. Als Interessent vor allem für die gesunde Mittelstandsfinanzierung der IKB hält sich weiter NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers im Gespräch, der trotz WestLB -Krise weiter daran interessiert ist.

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