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26.10.2007 
Wettstreit um den Lebensversicherer

Auch Standard Life bietet für Resolution

Der Wettstreit um den Lebensversicherer Resolution geht in die heiße Phase: Der schottische Lebens- und Rentenversicherer Standard Life hat seinen Wettbewerber Pearl Group erst einmal überboten. Zudem hat der Konzern als weiteren Spieler den Schweizer Rückversicherer Swiss Re mit ins Boot geholt.

Resolution-Chef Clive Cowdery könnte das Angebot von Standard Life sehr gelegen kommen. Foto: newcastLupe

Resolution-Chef Clive Cowdery könnte das Angebot von Standard Life sehr gelegen kommen. Foto: newcast

HB LONDON. Der schottische Lebens- und Rentenversicherer Standard Life bietet nun ebenfalls für den Lebensversicherer Resolution. Mit einer Offerte von insgesamt 4,9 Mrd. Pfund (sieben Mrd. Euro) für den größten britischen Verwalter geschlossener Lebensversicherungsportfolios hat das Unternehmen den Wettbewerber Pearl Group erst einmal überboten, der Resolution ebenfalls gerne schlucken würde. Damit tritt der komplexe Wettstreit in die heiße Phase.

Für einen Resolution-Anteil bietet Standard Life insgesamt 717 Pence in bar und eigenen Aktien. Das Angebot liegt damit 1,5 Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch. Der offizielle Vorstoß von Standard Life kam kurz vor Ablauf der Frist, die die britische Übernahmeaufsicht für weitere Offerten im Übernahmekampf gesetzt hatte. Die Resolution-Aktie wurde am Donnerstag zu Kursen um 710 Pence gehandelt.

Resolution kauft ebenso wie der Erzrivale Pearl Lebensversicherungsfonds auf, die kein Neugeschäft mehr annehmen. Beide konsolidieren dieses Marktsegment und erzielen durch die Verwaltung großer Einheiten Synergieeffekte. Resolution ist inzwischen die Nummer sechs unter den britischen Lebensversicherern.

Das Unternehmen hatte Ende Juli eigentlich eine Fusion per Aktientausch mit dem kleineren Lebensversicherer Friends Provident vereinbart, doch Konkurrent Pearl reagierte mit der Übernahme von 16,5 Prozent der Resolution-Aktien und einem Gegenangebot im Wert von 660 Pence je Aktie. Am vergangenen Freitag erhöhte Pearl unter Vorstandschef Hugh Osmond das Angebot auf 691 Pence je Aktie, doch Resolution bekräftigte die Ablehnung.

Gleichzeitig mit dem höheren Angebot kündigte Osmond an, dass er als Großaktionär gegen die Fusion mit Friends Provident stimmen werde. Doch der Gegenspieler, Resolution-Chef Clive Cowdery, hat vor wenigen Tagen noch einmal klar gemacht: „Alle potenziellen Bieter wissen, dass wir uns von der Fusion mit Friends Provident nur bei einem sehr verlockenden Angebot abhalten lassen werden.“ Das zweite Angebot von Pearl sei in diesem Zusammenhang noch viel zu niedrig. Auf die Offerte von Standard Life har Resolution bislang nicht reagiert.

Die Schotten haben als weiteren Spieler den Schweizer Rückversicherer Swiss Re mit ins Boot geholt. Die beiden Verbündeten wollen im Falle eines Erfolgs im Übernahmekampf die Vermögenswerte von Resolution untereinander aufteilen.

Gemäß der Mitteilung vom Donnerstag bietet Standard Life 517 Pence in bar und 0,715 eigene Aktien für jeden Anteil von Resolution. Standard Life hatte im Vorjahr im Zuge seines Börsengangs zwei Mrd. Dollar (1,4 Mrd Euro) erlöst. Am Donnerstag fiel der Aktienkurs des Assekuranzkonzerns an der Londoner Börse um 2,4 Prozent auf 273 Pence. Die Marktkapitalisierung des schottischen Versicherers beläuft sich damit auf 5,9 Mrd. Pfund, sieben Prozent weniger als noch im Januar.

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