Bank of America: „Halt die Klappe, sonst pfänden wir dein Haus“

Bank of America
„Halt die Klappe, sonst pfänden wir dein Haus“

Wenn sich Unternehmen in die Welt der sozialen Netze begeben, geht oft etwas schief. So auch bei der Bank of America. Ein Unbekannter kaperte ihren Namen bei Google+ - und machte sich einen großen Spaß.
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Gute PR ist für die Bank of America (BofA) derzeit fast ein Fremdwort. Verspekuliert in der Finanzkrise, mit Milliarden gerettet und noch immer unter den Sorgenbanken der Branche – die einst größte Bank der USA schrumpft und wartet verzweifelt auf bessere Zeiten und mehr Einnahmen.

Um dies zu beschleunigen, wollte sie kürzlich eine neue Gebühr für die Benutzung von Debit-Karten einführen. Leider aber hagelte es umgehend wütende Proteste, also musste sie den Plan bald wieder begraben. „Ich habe aus den Erfahrungen gelernt“, sagte später ein kleinlauter Bankchef Brian Moynihan.

Doch durch ist die Sache noch lange nicht. Jetzt nämlich wurde die Bank zu allem Übel auch noch Opfer von Identitätsdiebstahl.

„Offizielle“ Google+-Seite droht Occupy-Demonstranten

Wer in den vergangenen Tagen die BofA-Seite des sozialen Netzwerks Google+ aufrief, las dort zum Beispiel dies: „Wir sind entschlossen, so viel Geld wie möglich zu machen aus Wucher, Bestechung, Insiderhandel, Erpressung und Kartengebühren“. Oder auch: „Heute große Firmenfeier im zwangsversteigerten Haus Nr. 2340087“. Das berichten mehrere US-Technologieblogs. Für Protestler von Occupy Wall Street hieß es: „Setz dich hin und halt die Klappe, sonst pfänden wir dein Haus“. Bei jenen Demonstranten, die ein BofA-Konto haben, würden „ab morgen die Geldanlagen eingesammelt“.

Dazu gab es wenig schmeichelhafte Fotos von Moynihans in Ungnade gefallenen Vorgängers Ken Lewis.

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