Banken: London wird seine Banken nicht los

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London wird seine Banken nicht los

Der britische Staat wird noch über Jahre hinweg einen großen Teil der heimischen Bankbranche kontrollieren. Ende Juni hielt die staatliche Investmentholding UKFI Bankaktien im Wert von 23,6 Milliarden Pfund - und so schnell wird sich daran offenbar nichts ändern.
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LONDON. "Allein die schiere Größe des Pakets macht es wahrscheinlich, dass wir uns in mehreren Etappen von den Beteiligungen trennen werden, um den Markt nicht zu überfordern, machte John Kingman, der Vorstandschef von UKFI klar. Dieser Prozess werde sich aller Voraussicht nach über mehrere Jahre hinziehen.

Damit widersprach Kingman allen Spekulationen, dass sich UKFI auf Druck der Labour-Regierung von Premierminister Gordon Brown möglichst schnell von seinen Bankanteilen trennen wird. Zuletzt hatten in der britischen Presse immer wieder Spekulationen die Runde gemacht, dass Brown möglichst noch vor den spätestens im Juni 2010 anstehenden Neuwahlen eine Erfolgsmeldung in Sachen Banken-Reprivatisierung präsentieren will.

Im vergangenen Herbst musste die britische Regierung die beiden Großbanken Lloyds Banking Group und die Royal Bank of Scotland mit einem Hilfspaket von 37 Mrd. Pfund stützen. Im Gegenzug erhielt der Staat einen Anteil von 70 Prozent an der RBS und von 43 Prozent an Lloyds. Darüber hinaus wird die Regierung aller Voraussicht nach 585 Mrd. Pfund an toxischen Wertpapieren und riskanten Krediten beider Institute gegen Ausfälle versichern. Dadurch würde der Staatsanteil an beiden Banken weiter steigen.

Kingman rechnete vor, dass derzeit jeder britische Haushalt im Schnitt mit 3 000 Pfund bei den zwei teilverstaatlichten Geldhäusern engagiert ist. Seit der Staat RBS und Lloyds retten musste sind bei diesen Investments Verluste in Höhe von 10,9 Mrd. Pfund aufgelaufen. Das ist allerdings bereits eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Minus von gut 18 Mrd. Pfund, das noch im vergangenen Februar zu Buche stand. Seither haben beide Aktien im Zuge der Erholung an den Weltbörsen mehr als 40 Prozent an Wert gewonnen.

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