Fannie Mae und Freddie Mac
JP Morgan steht vor Milliardenforderungen

17 Banken sollen nach Sichtweise einer US-Behörde die Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac mit faulen Schuldverschreibungen übers Ohr gehauen haben - und JP Morgan soll dafür nun offenbar bluten.
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New YorkEine juristische Auseinandersetzung um faule Hypothekenanleihen könnte die US-Großbank JP Morgan Milliarden kosten. Berichten der "Financial Times" und der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge will eine US-Behörde für einen außergerichtlichen Vergleich mindestens sechs Milliarden Dollar (ca. 4,5 Milliarden Euro) von JP Morgan sehen. Die Berichte berufen sich auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Die Federal Housing Finance Agency (FHFA) wirft demnach JP Morgan vor, den staatsnahen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac faule Hypotheken-Schuldverschreibungen verkauft zu haben. Weder die FHFA noch JP Morgan wollten sich zu den Berichten äußern.

Fannie Mae und Freddie Mac wurden 2008 mit US-Steuergeldern vor dem Bankrott gerettet und kurz darauf unter Verwaltung der FHFA gestellt. Die Behörde erstellt unter anderem auch den Index für US-Immobilienpreise.

Seither haben Fannie Mae und Freddie Mac zusammen 187,5 Milliarden US-Dollar (rund 140 Milliarden Euro) an Staatshilfe bekommen. Um einen Teil dieses Geldes zurückzubekommen, verklagte die FHFA vor zwei Jahren nicht nur JP Morgan, sondern 16 weitere Banken wegen des Verkaufs fauler Hypothekenpfandbriefe. Dazu gehören Bank of America, Goldman Sachs, Citigroup und UBS.

Insgesamt fast 200 Milliarden Dollar machte die FHFA im Namen von Fannie Mae und Freddie Mac der Klageschrift zufolge als finanzielle Schäden auf Hypothekenanleihen geltend, auf JP Morgan entfiel dabei eine Schadensersatzforderung von 33 Milliarden Dollar.

Die Schweizer Bank UBS hat sich bereits mit der Behörde geeinigt und 885 Millionen Dollar gezahlt.

Kommentare zu "JP Morgan steht vor Milliardenforderungen"

Alle Kommentare
  • Draghi: die EZB werde alles tun, um dieses Banken-
    system zu retten
    -----------------
    Und wer schreitet gegen die Machenschaften der EZB ein,
    die täglich faule Staatsanleihen von bankrotten Staaten
    aufkauft und mit dem ELA System diese Staaten über die
    Notenpresse mit einer Beihilfe zu Insolvenzverschleppung
    mit diesem Schneeballsystem, auf Kosten der deutschen
    Steuerzahler, über Wasser hält? Das dürften ganz andere
    Milliardenbeträge, als die im Gespräch befindlichen Be-
    trügereien mit den amerikanischen faulen Hypotheken-Schuldverschreibungen, sein. AfD - Alternative für
    Deutschland - um die überfälligen Insolvenzverfahren
    für diese PIIGS+Z+F einzuleiten und die EZB zur Rechen-
    schaft zu ziehen!

  • billige Polemik

  • Vorsicht, Vorsicht,

    die Namen

    Martin-Artajo -Spanier-vor kurzem in Madrid verhaftet

    Julian Grout- Franzose.

    Also nicht die bösen Gringos.

    Wären sie Amis gebs nur 1 Weg.

    Ab ins Zeugenprogramm
    oder
    10-30 Jahre in den Knast.

    Beide Herren sind in Europa oder deren Überseestützpun kte untergetaucht.
    Naja, einer wurde schon gefunden.

  • Man vergisst bei der Bankenschelte allzu leicht dass der um seine Wiederwahl bangende Präsident Clinton in den 90ern explizit "kreative" Lösungen verlangte um sein Wählerklientel zu beglücken.

    Die "kreative" Lösung war diesem Klientel keine Bonitätsprüfung mehr abzuverlangen und jedem einkommens- und vermögenslosem Antragsteller sechsstellige Kredite zu gewähren.

    Schön gebündelt konnte man diese Kredite an ausländische Deppen wie deutsche Landesbanken verkaufen und was man im Ausland nicht platzieren konnte mussten die halbstaatlichen Institute entsprechend politischer Vorgabe abnehmen.

    Dass der ehemalige "Bürgerrechtsanwalt" Obama der vor 20 Jahren genau für solche Kreditgewährungen kämpfte nun die Banken bestrafen will ist natürlich verständlich.

    Die Bürokraten und Politiker müssen für Fehlleistungen bekanntlich so gut wie nie vor Gericht.

  • Wenn das wirklich käme, wäre das richtig gut.
    Wer faule Produkte kreiert - so wie es diese Großbanken getan haben als ihnen die "normalen" Einnahmen nicht mehr genug waren - ist ein Betrüger und muss wie ein solcher behandelt werden.
    Aber der Schadensersatz ist nur die halbe Miete. Die Betrüger müssen auch noch persönlich mit Haftstrafen zur Rechenschaft gezogen werden!

  • Nun soll also JP Morgan blechen.
    Ob sich die Behörde auch an Goldman, Rothschild und Co. ran wagt? Sicherlich nicht, denn das wäre ja dann schnell Antisemitismus! JP Morgan hat anscheinend diesen Joker nicht.

  • Das kann gar nicht sein. Die Leute tun nichts Böses. Das waren bestimmt wieder die Griechen oder so.
    Wann endlich wird diesen Verbrechern das Handwerk gelegt?
    Wie wär´s? Die Linke und AfD zusammen über 50%. Ich würde das Experiment wagen, denn schlechter kann es nicht werden.

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