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HSH Nordbank droht neuer Ärger von der EU-Kommission

Landesbank
HSH Nordbank droht neuer Ärger von der EU-Kommission

Staatshilfen bewahrten die HSH Nordbank einst vor dem Schlimmsten. Doch genau sie könnten ihr jetzt zum Verhängnis werden, denn das Institut muss neue Garantien beantragen. Die EU-Kommission ist davon nicht begeistert.
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Hamburg/BrüsselDer kriselnden HSH Nordbank droht neuer Ärger aus Brüssel. Das Hamburger Institut will zur Stärkung seiner Kapitalbasis neue staatliche Milliarden-Garantien beantragen, was ein Beihilfeverfahren der EU-Kommission nach sich ziehen dürfte. Der Plan solle demnächst in Brüssel vorgestellt werden, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig. Die EU-Kommission wollte sich zu möglichen Auflagen am Donnerstag nicht äußern. Es gebe jedoch bereits "intensive Gesprächen mit den deutschen Behörden", sagte eine Sprecherin.

Die HSH war in der Finanzkrise 2008 vom Staat gerettet worden und hatte dafür Auflagen von der EU-Kommission aufgebrummt bekommen. Als sich die Lage der Bank etwas besserte, gab das Institut drei Milliarden Euro an Garantien zurück, um die dafür fälligen Gebühren zu sparen - rückblickend eine fatale Fehlentscheidung. Wegen hoher Verluste im Schifffahrtsgeschäft will die Bank den Garantierahmen von sieben nun wieder auf die ursprüngliche Höhe von zehn Milliarden Euro aufstocken.

Derzeit ist nicht abzusehen, ob auf die HSH im Rahmen eines neuen EU-Verfahrens weitere Auflagen zukommen. Große zusätzliche Belastungen könnte die HSH aus Sicht von Experten kaum verkraften. "Die Bank ist in einem Restrukturierungsprozess der bereits jetzt große Herausforderungen bietet", sagte Martin Faust von der Frankfurt School of Finance.

"Weitere Auflagen würden den Prozess weiter verkomplizieren und verzögern sowie die notwendige Neuausrichtung des Geschäftsmodels erschweren." Die Ratingagentur Moody's hat kürzlich bereits vorsorglich mit einer Herabstufung der HSH gedroht, falls "weitere Auflagen der EU-Kommission die Überlebensfähigkeit der Bank verschlechtern".

Die HSH schrumpft zu einer Regionalbank und will sich künftig vor allem um Firmen und Sparkassen im Norden kümmern. Auch der Bestand an Schiffskrediten soll sinken. Derzeit leidet die HSH so stark wie keine andere deutsche Bank unter der Krise in der Schifffahrt.

Wegen Überkapazitäten und gesunkener Frachtraten können viele Unternehmen ihre Kredite nicht mehr bedienen, etliche Firmen gingen bereits Pleite. Die HSH warnte am Mittwochabend, dass sie im laufenden Jahr einen Verlust nach internationaler Rechnungslegung (IFRS) erwartet. 2014 geht das Geldhaus wieder von schwarzen Zahlen aus.

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Damoklesschwert für die Länder

Kommentare zu "HSH Nordbank droht neuer Ärger von der EU-Kommission"

Alle Kommentare
  • Es ist meines Erachtens nach besorgniserregend, dass Stefan Ermisch als CFO dem Finanzbereich der HSH Nordbank vorsteht. Ein unseriöser, planloser und chaotischer Selbstdarsteller mit zweifelhaftem Charakter ist alles andere als vertrauenswürdig.

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