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Medienbericht
Befreiungsschlag von HSBC steht in Frage

Die britische Großbank HSBC wollte durch den Verkauf ihrer Anteile der Versicherungsgruppe Ping An ihre Bilanz aufbessern. Doch nun scheint der Verkauf des zehn Milliarden US-Dollar großen Pakets in Gefahr zu sein.
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PekingEiner der größten aktuell anstehenden Anteilsverkäufe in der Finanzindustrie scheint in Gefahr zu geraten. Der chinesische Staat ziehe seine Unterstützung für den Verkauf eines Aktienpakets der Versicherungsgruppe Ping An durch die britische Großbank HSBC zurück, berichtet die Zeitung „South China Morning Post“ online. Die HSBC wollte durch den Verkauf der Anteile im Wert von knapp zehn Milliarden US-Dollar ihre Bilanz aufbessern. Käufer sollte der thailändische Agrarkonzern Charoen Pokphand (CP Group) sein.

Ursprünglich wollte die China Development Bank (CDB) der CP Group bei der Finanzierung der Übernahme unter die Arme greifen. Die Regierung in Peking hat den Verkauf als sinnvoll angesehen, weil CP als langfristig denkender Investor mit großem Engagement für China gilt. Die CDB ist eine staatliche Förderbank.

Doch seit Dezember sei die Begeisterung für den Verkauf an die Thailänder abgekühlt, berichten chinesische Zeitungen. Sowohl für CP als auch für den britischen Verkäufer sei diese Wendung überraschend gekommen. „Die Gespräche sind zum Stillstand gekommen“, lässt sich ein Verhandlungsteilnehmer zitieren. „Es gibt bisher auch noch keinerlei unterschriebene Vereinbarung.“

Hintergrund des Rückziehers könnte eine Intrige des bestens vernetzten Geschäftsmannes Xiao Jianhua sein, dem Chef der Beteiligungsgesellschaft Tomorrow Holding in Peking. Auch Xiao habe ein Auge auf den 16-prozentigen Anteil an der aussichtsreichen Versicherungsgruppe Ping An geworfen. Er ziehe nun im Hintergrund die Strippen, um die begehrten Aktien doch noch zu ergattern, berichtet ein chinesisches Blog.

Einer anderen Version zufolge ist CP auf Xiao zugegangen, um Hilfe bei der Finanzierung zu erbitten. Das berichtet die Zeitschrift „Caixin Century Weekly“. Alle Beteiligten Institutionen dementieren nun die Berichte über Probleme bei der Finanzierung des Geschäfts. Die Übernahme des Anteils an Ping An lasse sich mit eigenen Mitteln stemmen, versichert CP. Auch Xiao leugnet eine Beteiligung an dem Geschäft.

Doch CP verfügt selbst nur über Eigenkapital in Höhe von neun Milliarden Dollar - das entspricht bereits dem Kaufpreis für Ping An. Ohne einen Finanzpartner kann CP das nötige Bargeld voraussichtlich nicht aufbringen.

 

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