BayernLB und Berenberg: Banken arbeiten im Firmenkundengeschäft zusammen

BayernLB und Berenberg
Banken arbeiten im Firmenkundengeschäft zusammen

Im Kampf um deutsche Firmenkunden wollen BayernLB und die Privatbank Berenberg künftig bei Finanzierungen und im Investmentbanking zusammenarbeiten.
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FrankfurtDie BayernLB und die Privatbank Berenberg bündeln im Kampf um deutsche Firmenkunden ihre Kräfte. Beide Institute werden künftig bei Finanzierungen und im Investmentbanking eng zusammenarbeiten, wie die Geldhäuser am Dienstag in Frankfurt ankündigten.

Die BayernLB setzt auf die Expertise von Berenberg, wenn einer ihrer Kunden Übernahmen, Kapitalerhöhungen oder Börsengänge in Angriff nehmen will. Das Hamburger Beratungshaus, das nur über eine kleine Kreditabteilung verfügt, greift im Gegenzug auf die Finanzierungskraft der Bayern zurück und will dadurch künftig auch bei größeren Übernahmen zum Zug kommen.

Die Münchener, die im Geschäft mit Übernahmen und Börsengängen kaum aktiv sind, wollen durch den Schulterschluss besonders im gehobenen Mittelstand neue Kunden gewinnen. „Wir können exakt das nicht, was Berenberg kann“, sagte BayernLB-Firmenkundenchef Michael Bücker.

Die BayernLB werde durch die Kooperation von einem „Teilsortimenter“ zu einem „Vollsortimenter“. Zudem profitiere das Institut davon, dass Berenberg zu manchen Investoren einen bessern Zugang habe. Kunden wegnehmen wollen die Institute durch ihren Vorstoß unter anderem der Deutschen Bank, der Commerzbank und den großen US-Investmentbanken.

Beide Banken seien von Firmenkunden aufgefordert worden, sich über eine Kooperation Gedanken zu machen, sagte Hendrik Riehmer, ein persönlich haftender Gesellschafter von Berenberg. Er glaubt, dass beide Institute im Rahmen der Kooperation zehn bis 20 Deals pro Jahr stemmen können. Die Banken wollen dabei mit gemischten Teams mit maximal sechs Personen bei den Firmenkunden auftreten.

Die BayernLB, die laut Bücker enge Geschäftsbeziehungen mit 28 von 30 Dax-Konzernen hat, will im Firmenkunden- und Immobiliengeschäft in den kommenden Jahren deutlich zulegen und eröffnet deshalb neue Filialen in Stuttgart, Berlin, Frankfurt und Hamburg.

Gerade in der Hansestadt könne der Schulterschluss mit Berenberg den Bayern helfen, sagte Bücker. Eine gegenseitige Beteiligung sei für beide Geldhäuser jedoch kein Thema.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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