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28.03.2008 
Medienbericht

BayernLB womöglich tiefer in Krise verstrickt

Die US-Finanzkrise könnte bei der Bayerischen Landesbank doppelt so hart zu Buche schlagen, wie bisher angenommen. Dies würde bedeuten, dass knapp vier Milliarden Euro abgeschrieben werden müssten. Damit würden sich die bereits am Dienstag veröffentlichten Befürchtungen der Ratingagentur Moody's bewahrheiten.

Stückweise war die BayernLB im Februar mit den Verlusten im Zusammenhang mit der Kreditkrise herausgerückt. Foto: dpa.Lupe

Stückweise war die BayernLB im Februar mit den Verlusten im Zusammenhang mit der Kreditkrise herausgerückt. Foto: dpa.

HB MÜNCHEN. Die Bayerische Landesbank ist womöglich weitaus stärker von der US-Immobilienkrise betroffen als bisher bekannt. Kreisen zufolge machen sich der Freistaat Bayern und die Sparkassen als Eigentümer bereits auf Garantien für das Kreditinstitut gefasst.

Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein halte eine Belastung von vier Milliarden Euro für möglich, zitierte der „Nordbayerische Kurier“ den CSU-Politiker in einer Vorabmeldung am Freitag. Damit müsste die BayernLB praktisch ihr komplettes Portfolio von hochriskanten US-Subprime-Wertpapieren für wertlos erklären. Bisher hatte die Bank Belastungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt.

Beckstein erklärte dem Zeitungsbericht zufolge, er sei sich sicher, dass die Belastungen deutlich über diesen Betrag hinausgehen werden. Die BayernLB war für eine Stellungnahme zu den drohenden Belastungen zunächst nicht zu erreichen.

Die bayerischen Sparkassen und der Freistaat Bayern prüften Bürgschaften für das Geldhaus, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Ein Sprecher des bayerischen Finanzministeriums wollte sich am Freitag nicht äußern und verwies auf die Bilanzpressekonferenz der BayernLB am 3. April. Ein Sprecher der Bank selbst sagte zu möglichen Garantien vom Land und von den bayerischen Sparkassen, der Aspekt werde gegebenenfalls in der Pressekonferenz thematisiert.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Herabstufung des Finanzstärke-Ratings droht

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