Zwei Großaktionäre von Bear Stearns wollen einem offenbar die Übernahme der angeschlagenen Investmentbank durch JP Morgan verhindern. Als Alternativen sind demnach auch europäische Banken im Gespräch.
HB NEW YORK. Wie die Zeitung "New York Post" am Mittwoch berichtete, suchen der Direktoriumsvorsitzende und frühere Chef von Bear Stearns,
James Cayne, und der Anteilseigner Joe Lewis hinter JP Morgans Rücken nach einem anderen Bieter. Dazu seien sie an europäische Banken wie Barclays,
HSBC,
Credit Suisse
und Royal Bank of Scotland
sowie an Beteiligungsgesellschaften wie J.C. Flowers und Kohlberg Kravis Roberts & Co herangetreten, schrieb das Blatt. Es berief sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Cayne und Lewis halten gemeinsam knapp 15 Prozent der Bear-Stearns-Anteile. Von Bear Stearns
gab es zu dem Bericht zunächst keine Stellungnahme. JPMorgan lehnte einen Kommentar dazu ab.
Am Sonntag hatte JP Morgan
angekündigt, das in Liquiditätsprobleme geratene Institut Bear Stearns
für gerade einmal zwei Dollar je Aktie kaufen zu wollen - 93 Prozent weniger als der Aktienkurs vom Freitag. Vor etwa einem Jahr war das Papier noch 172 Dollar wert. Zwei Tage zuvor hatte die US -Notenbank
Fed zusammen mit JPMorgan eine Notfinanzierung für Bear Stearns
gestemmt.

