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14.03.2008 

Die Fed will weiter die notwendige Liquidität bereitstellen, um ein ordnungsgemäßes Funktionieren des Finanzsystems zu gewährleisten. In einer kurzen Erklärung teilte die US -Notenbank am Freitag mit, das Board habe einstimmig für die Vereinbarung zwischen Bear Stearns und JP Morgan gestimmt.

In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt Gerüchte an den Finanzmärkten gegeben, Bear Stearns habe Liquiditätsprobleme. Ein Grund dafür seien gestiegene Kosten zur Absicherung von Schulden. Ein führender Manager des Konzerns hatte am 10. März die Gerüchte als "absolut lächerlich" zurückgewiesen. Am 12. März hatte Bear Stearns erklärt, das Institut habe genügend Liquidität und man sei mit den Gewinnschätzungen der Analysten für das erste Quartal zufrieden.

Das führt nun zu heftiger Kritik: "Der Finanzchef (von Bear Stearns) hat gestern noch erklärt, die Furcht vor Liquiditätsproblemen sei übertrieben", sagte Tom Sowanick, Investmentstratege bei Clearbook Financial. "Aber was soll in 24 Stunden passiert sein, das er nicht schon vor 24 Stunden gewusst hat?"

Die Expertin Jane Caron sah indes in genau den Gerüchten den Grund für die dramatische Verschärfung der Lage. Die Spekulationen hätten Bear-Stearns-Kunden verunsichert und diese hätten dann zum Teil Gelder abgezogen, sagte die Chef-Strategin von Dwight Asset Management. "Selbst wenn es bis dahin keine Liquiditätskrise gegeben haben sollte, haben die Gerüchte dazu geführt, dass sich die Prophezeiung selbst erfüllt hat." Es sei eine gute Sache, dass JPMorgan nun helfe. "Denn ein Kollaps einer Großbank würde die Kreditkrise sicher noch verschlimmern."

Angesichts der US-Hypothekenkrise musste Bear Stearns im vierten Quartal 2007 wegen hoher Abschreibungen den ersten Verlust der Firmengeschichte ausweisen. Die Investmentbank hatte sich mit schlecht besicherten Hypotheken kräftig verspekuliert und schickte im Sommer Schockwellen durch die globalen Finanzmärkte, als zwei ihrer Hedgefonds zusammenbrachen. Nach Einschätzung einiger Experten könnte Bear Stearns durch die aktuelle Entwicklung nun zum Ziel einer Übernahme werden.

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