Beteiligungskapitalgesellschaften stehen Schlange: Landesbank zieht Private Equity an

Beteiligungskapitalgesellschaften stehen Schlange
Landesbank zieht Private Equity an

Vorrangig Finanzinvestoren interessieren sich für die Berlin Holding AG. Die zum Verkauf stehende Landesbank hat bislang 19 potenzielle Käufer angezogen. Bei einigen der teils prominenten Interessenten werden jedoch Allianzen erwartet.

fmd/mm/pk/rob/scm BERLIN. Finanzinvestoren dominieren bei den Interessenten für die zum Verkauf stehende Landesbank Berlin Holding AG (LBB/siehe Tabelle). Mindestens sieben der insgesamt 19 potenziellen Käufer sind nach Informationen des Handelsblatts Finanzinvestoren, die privates Eigenkapital einsetzen. Darunter sind in der Branche so klangvolle Namen wie Hellman & Friedman, Lone Star, Cerberus und Flowers.

Allerdings erwarten Finanzkreise, dass sie sich zum Teil mit Banken verbünden werden, um bessere Chancen zu haben. Dabei werden insbesondere die WestLB und die HSH Nordbank als mögliche Partner genannt, die die zum Kauf benötigten Gelder nicht allein aufbringen könnten. Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Oskar Lafontaine, hat in der „Süddeutschen Zeitung“ den Berliner Senat davor gewarnt, die Landesbank an eine so genannte Heuschrecke zu verkaufen und mit dem Ausstieg aus der rot-roten Koalition in Berlin gedroht.

Neben den vielen Interessenten von der Private-Equity-Seite ist die Zurückhaltung aus dem europäischen Ausland auffällig. Entgegen erster Erwartungen von Investmentbanken dürfte es weder Gebote aus Frankreich noch aus Großbritannien oder Italien geben, wenn man die Hypo-Vereinsbank trotz ihrer italienischen Mutter Unicredit als heimisches Institut zählt. Das ergaben Recherchen des Handelsblatts vor Ort. Aus Spanien hat laut Finanzkreisen Santander Interesse angemeldet; außerdem will sich GE Capital die Landesbank genauer anschauen.

Das Land Berlin, das 81 Prozent der Anteile an der LBB hält, muss sich 2007 von dem Institut trennen. Das ist eine Auflage der Brüsseler EU-Kommission, die im Gegenzug milliardenschwere Beihilfen aus den Jahren 2001 und 2002 erlaubte. Zur LBB gehören auch die Berliner Sparkasse und die BerlinHyp.

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