Bilanz 2005: Aareal Bank verleiht weit mehr Geld

Bilanz 2005
Aareal Bank verleiht weit mehr Geld

Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat im vergangenen Jahr 25 Prozent Neugeschäft gemacht.

HB FRANKFURT. Das Zusagevolumen für neue Kreditfinanzierungen sei nach vorläufigen Zahlen für 2005 auf rund sieben Mrd. Euro von 5,6 Mrd. im Jahr zuvor gestiegen, sagte Aareal-Vorstand Christof Schörnig am Freitag. Davon seien 86 Prozent im Ausland gezeichnet worden, ergänzte ein Bank-Sprecher. Weitere Geschäftszahlen will die Bank erst im März veröffentlichen.

Die Aareal ist noch immer sehr stark vom deutschen Immobilienmarkt abhängig, der in den vergangenen Jahren schwächelte und der Bank einen Berg fauler Kredite bescherte. Diese führten mehrfach zu hohen Wertberichtigungen und Verlusten - voraussichtlich hat es auch im Gesamtjahr 2005 wieder rote Zahlen gegeben. Mittlerweile versucht das im Nebenwerte-Index MDax gelistete Unternehmen verstärkt im Ausland Neugeschäft zu gewinnen, um sich breiter aufzustellen.

Das Neugeschäftsvolumen liege im Rahmen der Erwartungen, sagte Analyst Jochen Schmitt von der Landesbank Rheinland-Pfalz. „Das ist ein gutes Ergebnis, aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht überragend.“ Die im Deutschen Aktienindex (Dax) gelistete Münchener Hypo Real Estate werde voraussichtlich eine Wachstumsrate von mehr als 30 Prozent im Neugeschäft ausweisen.

An der Börse waren Aareal-Aktien am Freitag gefragt. Sie verteuerten sich zeitweise um rund 1,5 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 34,50 Euro.

Schörnig kündigte zudem an, Ende Januar einen ersten Jumbo-Hypothekenpfandbrief an den Markt zu bringen. Diese Anleihe solle eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Volumen von rund einer Milliarde Euro haben. Die Transaktion werde von Barclays Capital, der Deutschen Bank sowie Dresdner Kleinwort Wasserstein betreut. Der Jumbo habe von der Rating-Agentur Fitch die Bestnote „AAA“ erhalten.

Die Aareal Bank bekräftigte, sich künftig stärker über Pfandbriefe zu refinanzieren. Pro Jahr sollen zwei Pfandbriefe im hochvolumigen Jumbo-Format begeben werden. In diesem Zusammenhang wird noch im laufenden ersten Quartal 2006 die Tochter Aareal Hyp in den Mutterkonzern reintegriert. „Den Anteil der Refinanzierung unseres Immobilienkreditgeschäfts über Pfandbriefe werden wir von derzeit rund zehn Prozent mittelfristig auf 40 bis 60 Prozent steigern und damit die Refinanzierungskosten der Bank um rund fünf Mill. Euro im Jahr senken“, erläuterte Schörnig.

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