Bilanz 2006: Deutsche Bank übertrifft sich selbst

Bilanz 2006
Deutsche Bank übertrifft sich selbst

Die Deutsche Bank wird das vergangene Jahr in bester Erinnerung behalten – zumindest was das Ergebnis angeht. Denn sie hat den Gewinn beinahe verdoppelt und dabei die eigenen Ziele sowie die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im Schlussquartal lief es besonders gut. Die Aktionäre dürfen sich auf eine satte Dividende freuen.

HB FRANKFURT. Er sehe „ausgezeichnete Chancen für weiterhin anhaltende Erfolge im Jahr 2007“, erklärte Bankchef Josef Ackermann am Donnerstag in Frankfurt anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz. Konkreter wurde er allerdings nicht.

Im Gesamtjahr 2006 erzielte die Bank einen Nettogewinn von 5,99 Mrd. Euro nach 3,529 Mrd. Euro im Vorjahr. Vor Steuern stieg der Gewinn von 6,11 Mrd. auf 8,1 Mrd. Euro. Die um Sondereffekte bereinigte Eigenkapitalrendite vor Steuern – die zentrale Steuerungsgröße der Bank – kletterte von 25 auf 31 Prozent. Damit hat Bankchef Josef Ackermann sein selbst gestecktes Ziel von 25 Prozent deutlich übertroffen. Die Deutsche Bank will diesen Wert über den Konjunkturzyklus hinweg halten und jährlich zweistellige Steigerungsraten beim Ergebnis je Aktie aufweisen. Die Erträge verbesserten sich um 11 Prozent auf 28,3 Mrd. Euro.

Im Schlussquartal hat die Bank unter dem Strich 1,8 Mrd. Euro verdient. Ein Jahr zuvor waren lediglich 487 Mill. angefallen; die Vorsorge für einen Rechtsstreit sowie Rückstellungen wegen der Krise eines Immobilienfonds hatten damals das Ergebnis gedrückt. Im nun abgelaufenen Quartal kamen der Bank darüber hinaus Erstattungen aus der Körperschaftsteuer in Höhe von 355 Mill. Euro zugute. Die Eigenkapitalrendite gemäß Zieldefinition lag bei 28 Prozent.

Analysten hatten im Schnitt für das Schlussquartal mit einem Überschuss von 1,44 Mrd. Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr waren 5,58 Mrd. Euro erwartet worden. Das gute Abschneiden – besser stand der Branchenprimus noch nie im einem Quartal da – begründete das Institut vor allem mit einem freundlichen Marktumfeld.

Das Investmentbanking war wieder einmal der Gewinnbringer der Deutschen Bank. Die Sparte Corporate and Investment Bank (CIB) hat ihren Vorsteuergewinn im Gesamtjahr um knapp ein Viertel von 4,75 Mrd. auf 5,88 Mrd. Euro verbessert. Die bereinigten Erträge stiegen um 18 Prozent auf 18,712 Mrd. Euro. Der Bereich Private Clients and Asset Management (PCAM) steigerte den Gewinn vor Steuern um etwas mehr als ein Zehntel von 1,74 Mrd. auf 1,96 Mrd. Euro. Die bereinigten Erträge der Sparte verbesserten sich um 8 Prozent auf 9,084 Mrd. Euro.

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