Bilanzvorlage der Deutschen Bank: Ackermann – Strahlemann

Bilanzvorlage der Deutschen Bank
Ackermann – Strahlemann

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat derzeit einen guten Lauf: Die jüngsten Zahlen stimmen, die Kritik an seinen Massenentlassungen ist verstummt, das Mannesmann-Verfahren abgeschlossen. Der so viel Gescholtene ist sogar wieder zu Scherzen aufgelegt und lässt sich zu Sticheleien gegenüber seinen Vorgängern hinreißen.

FRANKFURT. Bei der Rede zum Auftakt der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Frankfurt bemühte sich Ackermann noch um Zurückhaltung: Nur nicht zu viel strahlen, schien die Devise des Bankchefs zu sein. Doch als dann die Fragerunde der Journalisten begann, konnte er seine Freude nicht länger verbergen. Locker wie selten zuvor beantwortete er die Fragen der Reporter, die ihm in der Vergangenheit durchaus nicht immer wohl gesonnen waren. Mal flachste er über die „grauen Haare“ seiner Vorstandskollegen, mal stichelte er mit leichter Ironie gegen seine Vorgänger an der Bankspitze, deren Wachstumsdenken zu einem Gewinn von 167 Mill. Euro geführt habe – jetzt sind es 6 Mrd. Euro.

Aber nicht nur die exzellente Bilanz der Bank, an deren Spitze er seit 2002 steht, geben dem Schweizer Rückenwind. Auch die Erleichterung über das Ende des Mannesmann-Prozesses ist ihm sichtlich anzumerken.. „Da ist eine immense Last von ihm und der gesamten Bank abgefallen“, heißt aus dem Institut. Zuvor musste er stets damit rechnen, wegen Untreue im Zusammenhang mit den millionenschweren Abfindungen an frühere Mannesmann-Vorstände verurteilt zu werden. Diese Sorge ist verflogen, seit das Verfahren Ende letzten Jahres gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt wurde.

Überhaupt hat Ackermann derzeit einen guten Lauf. Das Image des obersten Manager-Buhmanns in Deutschland ist er jedenfalls los. Denn nicht nur Mannesmann kratzte lange an seinem Image, sondern auch diverse anderen Fehler und Pannen. 2005 etwa wurde der Abbau von 6 400 Stellen am selben Tag wie glänzende Bilanzzahlen verkündet, was Gewerkschaften und Politiker verschiedener Coleur zu einer Generalkritik an Ackermann nutzten. Und vor gut einem Jahr wurde aus heiterem Himmel der offene Immobilienfonds Grundbesitz Invest geschlossen, was sowohl bei Anlegern als auch bei anderen Banken Empörung hervorrief.

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