Zehn Monate nach dem Börsengang von Gerresheimer
steigt der Finanzinvestor Blackstone bei dem Düsseldorfer Verpackungshersteller aus. Blackstone hatte nach dem Börsengang 24,96 Prozent an Gerresheimer
behalten.
HB DÜSSELDORF. Blackstone verkaufte am Mittwoch seine rund 7,8 Mill. Aktien für 31 Euro je Anteilsschein, wie zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen sagten. Käufer seien institutionelle Investoren aus Deutschland, Großbritannien und den USA gewesen. Blackstone streicht damit nun rund 243 Mill. Euro ein.
Händlern zufolge waren die Papiere in einer Spanne zwischen 30,25 und 31 Euro angeboten worden. An der Börse gerieten die im Kleinwerteindex SDax geführten Gerresheimer
-Aktien unter Druck und brachen um bis zu zehn Prozent ein. Am Nachmittag notierten sie mit 32,50 Euro über dem Platzierungspreis. Gerresheimer
war im vergangenen Juni zu einem Preis von je 40 Euro an die Börse gebracht worden, hat diesen allerdings nicht wieder erreicht. Mit einem Emissionsvolumen von mehr als 900 Mill. Euro war es eine der größten Neuemissionen im vergangenen Jahr.
Der Ausstieg des Investors könnte dem Zulieferer der Pharma- und Kosmetikindustrie zum erhofften Aufstieg in den MDax verhelfen. Der Streubesitz, eines der wichtigsten Kriterien für die Indexzugehörigkeit, erhöht sich damit auf gut 97 Prozent. Die 1864 gegründete Gerresheimer
war schon einmal im MDax gelistet, ehe sie von den Finanzinvestoren JPMorgan und Investcorp übernommen wurde. Diese reichten die Firma Ende 2004 für 600 Mill. Euro an Blackstone weiter.

