Börsengespräche beendet: Deutsche Börse und Euronext brechen Gespräche ab

Börsengespräche beendet
Deutsche Börse und Euronext brechen Gespräche ab

Die Konsolidierung der europäischen Börsenlandschaft kommt nicht voran. Nach einem Zeitungsbericht sind die Gespräche zwischen Deutscher Börse und Euronext gescheitert.

HB FRANKFURT. Die Gespräche der Deutschen Börse mit dem Konkurrenten Euronext über eine mögliche Fusion sind nach einem Zeitungsbericht beendet worden. Die Vierländerbörse habe befürchtet, von Frankfurt geschluckt zu werden, berichtet die „Financial Times Deutschland“. Beide Seiten hatten die Gespräche nie offiziell bestätigt. Es gilt auch als höchst unwahrscheinlich, dass ein Zusammenschluss den Segen der Kartellbehörden erhalten hätte.

Ein besonderes Interesse an Spekulationen über eine solche Fusion hatten vor allem Hedge-Fonds, die als Großaktionäre der beiden börsennotierten Handelsplätze auf kurzfristige Kurssteigerungen setzen. Euronext umfasst die Wertpapierbörsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon.

Die Deutsche Börse hatte vor einem Jahr versucht, den Konkurrenten London Stock Exchange zu übernehmen, war aber damals an dem Widerstand von Hedge-Fonds gescheitert. In der Folge musste Vorstandschef Werner Seifert das Unternehmen verlassen. Die Gerüchte über Gespräche zwischen Euronext und Deutscher Börse spiegeln nach Einschätzung von Experten auch den Management-Stil des neuen örsenchefs Reto Francioni wider. Im Gegensatz zu Seifert, der sich mit seinen direkten Avancen häufig Feinde machte, bevorzuge Francioni Gespräche mit offenem Ausgang und abseits der Öffentlichkeit.

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