Britische Banken: RBS hat weitere Probleme

Britische Banken
Royal Bank of Scotland versagt im Stresstest

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RBS hat weitere Probleme

Die angeschlagene RBS gehört auch im Stresstest der europäischen Bankenaufsicht Eba Mitte dieses Jahres zu den großen Verlierern. Die Bank kämpft auch acht Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise mit teuren Altsünden. So kommen auf das Geldhaus voraussichtlich hohe Strafzahlungen im Streit um dubiose US-Hypothekenpapiere zu. Die RBS muss zudem ihre Privatkundensparte Williams & Glyn verkaufen.

Das ist eine Auflage der EU für die milliardenschweren Staatshilfen, mit denen das Institut in der Krise vor dem Kollaps bewahrt wurde. Die Bank hat in der Nacht zu Mittwoch der britischen Bankenaufsicht ihre überarbeiten Pläne vorgelegt, um weiteres Kapital aufzubringen. Die RBS will unter anderem im stärkeren Maße als bisher notleidende Kredite abbauen und ihre Kosten senken.

Großbritanniens Banken haben in diesem Jahr im Stresstest schlechter abgeschnitten als erwartet. Die Leistungen seien schlimmer ausgefallen als prognostiziert, sagte KMPG-Bankenexperte Steven Hall der Nachrichtenagentur Bloomberg. Bernstein-Analyst Chirantan Barua sieht vor allem angesichts der massiven Schwächen der RBS derzeit noch kein Licht am Ende des Tunnels für die Bank. Das Institut werde wohl weiterhin eine Baustelle bleiben und es gebe mindestens für die nächsten zwölf Monate keine Aussichten darauf, dass die RBS Dividenden zahlen werde, schreibt Barua in einer Studie, die er nach Veröffentlichung der Stresstestergebnisse veröffentlicht hat.

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