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18.10.2005 

Durch den Skandal um Bennett rutschte Refco in eine Vertrauenskrise. Nach Informationen des "Wall Street Journal" zogen die Kunden bislang rund 20 Prozent ihres Geldes aus dem Futures-Handel ab. Zuvor hatte Refco über vier Mrd. Dollar auf seinen Konten verwaltet. Neben dem ehemaligen Goldman-Sachs-Partner Flowers gehören die Enstar Group, bei der Flowers Großaktionär ist, und drei weitere Beteiligungsfirmen zu der Investorengruppe, die das Futuresgeschäft von Refco kaufen will.

Goldman Sachs hatte Refco gemeinsam mit der Bank of America unter Führung von Credit Suisse erst im August an die Börse gebracht. Deshalb sehen sich die Banken gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer Grant Thornton einer Klagewelle gegenüber. Eine Reihe von Konkurrenten wirft Goldman einen Interessenkonflikt vor, weil die Bank nicht nur den Börsengang betreut hat, sondern nach dem Skandal auch als Finanzberater für Refco arbeitete. Nach dem Insolvenzantrag gab Goldman dieses Mandat ab. Allerdings ist Goldman indirekt weiter bei Refco aktiv. Nach der Übernahme durch Flowers soll der frühere Goldman-Banker Mark Winkelman bis auf weiteres Chairman des Refco-Bereichs werden.

Die New Yorker Börse hat die Refco-Aktie inzwischen vom Kurszettel genommen. Im außerbörslichen Handel brachen die Ppaiere von 7,90 Dollar auf einen Dollar ein. Vor anderthalb Wochen waren die Papiere noch knapp 30 Dollar wert.

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