Der US-Investor Warren Buffett soll in den vergangenen Monaten eine Beteiligung am Rückversicherer Münchener Rück aufgebaut haben. In Brachenkreisen wird die Beteiligung als positives Signal für die Entwicklung des Rückversicherers gesehen.
HB FRANKFURT. Buffett habe mit seiner Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway
in den vergangenen sechs Monaten mehr als eine Million Aktien des Unternehmens erworben, berichtete die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung " (Donnerstag) unter Berufung auf Finanzkreise. Das entspricht einer Beteiligung von mindestens 0,5 Prozent im Wert von rund 125 Millionen Euro.
Ein Münchener-Rück-Sprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. "Wir freuen uns über jeden Investor, können das aber nicht kommentieren", erklärte er lediglich.
In dem Bericht hieß es, es sei nicht klar, ob Buffett die Papiere noch halte. Berkshire Hathaway,
zu der der große amerikanische Rückversicherer General Re gehört, hatte jüngst auch eine Beteiligung von drei Prozent am Weltmarktführer Swiss Re
erworben. Der Schweizer Rückversicherer war im Gegensatz zur Münchener Rück
von hohen Abschreibungen in Zusammenhang mit der amerikanischen Hypothekenkrise belastet worden.
Die Beteiligung von Berkshire an den Konkurrenten gilt in Branchenkreisen als positives Signal für die Wachstumsaussichten der Unternehmen, da Buffett für Anlagen in unterbewertete Aktien bekannt ist.
Daher konnten sich auch die Aktien der Münchener Rück
dem Sog der fallenden Finanzwerte weitgehend entziehen. Sie lagen fast unverändert bei 123,85 Euro.

