Die Verhandlungen über eine weitere Rettung der IKB
belasten zudem den Verkauf der Mittelstandsbank. Investmentbanken zufolge sind mehrere Parteien, die Interesse gezeigt hatten, abgesprungen. In der jetzigen Lage, so Investmentbanker, sei die IKB
nicht ohne komplette Risikoabschirmung zu verkaufen. Sonst müssten die Käufer noch Geld verlangen, um das Institut zu übernehmen. Am kommenden Montag endet die Frist für die Abgabe der ersten Angebote.
Angesichts der schwebenden Verhandlungen über eine Kapitalhilfe wächst die Skepsis möglicher Käufer. "Ich bin sicher, dass es in der ersten Runde Gebote geben wird. Aber sie werden so weich sein, wie das Info-Memorandum der IKB
war, und das Papier nicht wert sein, auf dem sie geschrieben sind", sagte ein Frankfurter Banker. Kritik gibt es daran, dass etwa im Verkaufsprospekt eine Eigenkapitalausstattung der IKB
mit rund 1,5 Mrd. Euro erwähnt sei, obwohl völlig unklar sei, wie hoch die Mittel liegen. Interessenten sind auch verunsichert, ob nicht eine weitere Kapitalhilfe nötig werde. In Finanzkreisen wird deshalb damit gerechnet, dass das Kerngeschäft der IKB
getrennt vom Wertpapierportfolio verkauft wird.
Auch an der Börse sinkt die Hoffnung in die IKB:
Der Aktienkurs fiel zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent auf unter fünf Euro.

