Der schwer angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate erhält erneut Unterstützung vom Bund. Der Rettungsfonds für die Bankenbranche gewährt der Bank einen Garantierahmen im Umfang von 20 Milliarden Euro.
HB MÜNCHEN. Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate kann zu seiner Stabilisierung auf weitere staatliche Bürgschaften über 20 Mrd. Euro zurückgreifen. Der Rettungsfonds für die Bankenbranche gewähre der Bank Garantien in diesem Umfang zur Stärkung der Liquidität, teilte die Bank am Freitagabend in München mit. Die HRE war im Zuge der Finanzkrise in eine existenzielle Notlage geraten. Sie ist deshalb auf massive Unterstützung aus dem Rettungspaket des Bundes angewiesen.
Mit den Garantien könnten kurzfristig fällige Schuldverschreibungen (Laufzeit bis 15. Januar) besichert werden, hieß es. Die Vereinbarung sei ein Ergebnis der weiter andauernden Gespräche mit dem Rettungsfonds SoFFin „über die Gewährung längerfristiger und umfassender Maßnahmen zur Liquiditäts- und Kapitalunterstützung der Gruppe“.
Der krisengeschüttelte Immobilienfinanzierer hatte im dritten Quartal einen Verlust von 3,1 Mrd. Euro eingefahren. Erst vor wenigen Tagen gab die Bank bekannt, dass nahezu der gesamte Aufsichtsrat ausgetauscht wird. Der neue Vorstandschef Axel Wieandt will mit einem radikalen Umbau den Konzern vor dem Untergang retten.
Die Liquiditätskrise bedrohe noch immer die Existenz der Gruppe, hatte Wieandt erklärt. Die Umstrukturierung werde allen Beteiligten schwierige Entscheidungen abverlangen. Einzelheiten hatte der HRE- Chef nicht genannt und auch offengelassen, ob es zu einem Stellenabbau kommen wird.



